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Fortuna Düsseldorf: Trainer Uwe Rösler möchte gegen Paderborn beginnen

Neustart am 16. Mai : Fortuna-Trainer Rösler möchte gegen Paderborn beginnen

Die Fußballbranche feiert ihr Comeback: Ab Mitte Mai werden die noch ausstehenden Spiele in der Bundesliga als Geisterspiele ausgetragen. Wie sieht das Szenario aus Sicht der Fortuna aus?

Die Fußballbranche feiert ihr Comeback: Ab Mitte Mai werden die noch ausstehenden Spiele in der Bundesliga als Geisterspiele ausgetragen. Das hat die Politik am Mittwoch beschlossen. Die Saison soll zu Ende gebracht werden, um die Vereine vor der Pleite zu bewahren und das Kulturgut Bundesliga zu retten. Wie sieht das Szenario aus Sicht der Fortuna aus?

Wann soll wieder gespielt werden?
Die DFL hat als ersten Spieltag das Wochenende vom 16. bis 17. Mai festgelegt.

Wieviele Spiele muss Fortuna noch absolvieren? Neun von 34 Partien stehen für die Düsseldorfer noch aus. Gegner sind der SC Paderborn (H = Heimspiel), der 1. FC Köln (A = Auswärtsspiel), Schalke 04 (H), Bayern München (A), TSG Hoffenheim (H), Borussia Dortmund (H), Leipzig (A), FC Augsburg (H) und Union Berlin (A).


Wer ist der erste Gegner der Düsseldorfer? Das steht noch nicht fest. In welcher Reihenfolge gespielt wird, muss die Deutsche Fußball-Liga entscheiden. Eine Möglichkeit wäre, den ursprünglichen Spielplan beizubehalten. Dann würden die Fortunen zuerst gegen den SC Paderborn antreten. Die Partie war am 13. März wenige Stunden vor dem Anpfiff abgesagt worden. Eine anderes Szenario wäre, am Termin der Partie bei Union Berlin festzuhalten. Diese Begegnung sollte nach dem ursprünglichen Spielplan am 16. Mai im Stadion an der Alten Försterei über die Bühne gehen.


Welchen Gegner wünscht sich der Fortuna-Trainer zuerst? Uwe Rösler würde am liebsten gegen den SC Paderborn starten. „Das ist am logischsten“, sagt der Coach.


Was erwarten die Fortunen von der am Donnerstag stattfindenden Versammlung der DFL? Die genaue Datierung des Neustarts und den genauen Spielplan. „Es wird Zeit für klare Entschlüsse“, sagte Fortunas Vorstandschef Thomas Röttgermann am Mittwochnachmittag.


Wie stehen die Düsseldorfer Fans zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs? Die Anhänger der Rot-Weißen sind in dieser Frage zwiegespalten. Die Ultras hatten sich klar gegen Geisterspiele ausgesprochen. Allerdings waren die Positionen zu Beginn der Corona-Krise noch härter. Mittlerweile hat sich die Kritik der Fan-Gruppierungen gegen Geisterspiele stark abgeschwächt. Es scheint, als hätte sich in der Szene das Verständnis für Geisterspiele weitgehend durchgesetzt, weil den Vereinen das Wasser bis zum Hals steht. Das ist jedenfalls die Auffassung von „Pro Fans“-Sprecher Sig Zelt. Das Bündnis „Unsere Kurve“ hat sich von der Ablehnung der Geisterspiele distanziert.


Was kritisierten die Düsseldorfer Ultras? Sie hatten unter anderem den Sinn der geplanten Massentests der Bundesligaprofis in Frage gestellt. „Dass Fußball ohne uns Fans stattfindet, ist mit Sicherheit nicht in unserem Interesse. Viel wütender macht uns jedoch der Fakt, dass alle Spieler der Bundesliga und 2. Bundesliga vor jedem Spieltag auf Covid-19 getestet werden sollen.“ Die Rot-Weißen Anhänger forderten „Tests für diejenigen, die sie benötigen, auch wenn dies bedeutet, dass die Saison abgebrochen werden muss“.


Wo kann man die Fortuna-Spiele sehen? Es ist noch nicht entschieden, ob die Spiele im Free-TV gezeigt werden. Sky und DAZN sind im Besitz der Rechte.


Wie bereiten sich die Düsseldorfer vor? Das Team von Trainer Uwe Rösler trainiert weiterhin hinter verschlossenen Türen im Arena-Sportpark in Gruppen. Zweikämpfe sind verboten. Für die Spieler fühlt sich das Training seltsam an. „Man weiß nicht genau, was darf man jetzt und was nicht“, sagte Marcel Sobottka am Mittwoch nach der Übungseinheit. „Manchmal ist man mit dem Ball im Spiel mitten in einer Aktion und will zum Zweikampf gehen, doch dann fällt einem doch noch kurz vorher ein, Abstand zu halten. Das ist komisch und hat mit Fußball nicht viel zu tun.“


Wann darf Fortuna wieder ins normale Mannschaftstraining einsteigen? Auch das ist noch ungeklärt. Sobottka spricht sich für ausreichend Zeit für normales Mannschaftstraining aus. „Zu sagen, in zwei Tagen könnte man spielen, wäre nicht der richtige Weg. Es wäre wichtig, dass wir eine Woche Vorlaufzeit bekommen und elf gegen elf trainieren können.“