Nach Vertragsverlängerung Thioune will bei Fortuna in große Fußstapfen treten

Düsseldorf · In der vergangenen Woche verlängerte Trainer Daniel Thioune bei Fortuna bis 2025. Erfüllt er seinen Vertrag, würde er zu den Düsseldorfer Cheftrainern mit der längsten Laufzeit gehören. In welche großen Fußstapfen er treten möchte.

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Sein Idol aus Kindheitstagen hat Daniel Thioune bereits überholt. Am kommenden Mittwoch feiert der 48-Jährige seine einjährige Amtszeit als Trainer von Fortuna Düsseldorf. Klaus Allofs, der damals bei Thioune als Poster im Kinderzimmer hing, hat als Trainer nur eine kurze Amtszeit von 292 Tagen vorzuweisen. Durch diese Zeit ist Allofs nicht nur – gemessen am Punkteschnitt - der schlechteste Trainer der Fortuna-Historie, der Klub stieg im weiteren Saisonverlauf auch in die Regionalliga ab. Wenig später entdecke der gebürtige Düsseldorfer die Rolle des Managers für sich. Eine gute Entdeckung, schließlich ist er in dieser Rolle seit mehr als 20 Jahren erfolgreich. Nicht zuletzt will er nun auch mit Fortuna wieder die Rückkehr in die Bundesliga antreten.

Was es dafür braucht, ist ein guter Trainer. Und den glaubt Fortuna in Person von Thioune gefunden zu haben. Dass sich das Vertrauen in den Coach auszahlen kann, zeigt auch der Blick auf die Düsseldorfer Aufstiege im neuen Jahrtausend. Mit Norbert Meier (2x) und Friedhelm Funkel waren diejenigen erfolgreich, die auch am häufigsten auf Fortunas Trainerbank sitzen durften. Ersterer ist durch seine 1973 Tage sogar der Trainer mit der längsten Amtszeit in Fortunas langer Geschichte. Aleksandar Ristic hat mit 3028 (mehr als acht Jahre) zwar die meisten Tage als Trainer für Fortuna gearbeitet, diese wurden aber über drei Amtszeiten verteilt angehäuft.

Bis an diese Marken zu gelangen, hat Thioune also noch ein paar Meilenstiefel zu gehen. Ganz ausgeschlossen ist die Meier-Marke aber natürlich nicht. Unter der Woche verlängerte der 48-Jährige seinen Vertrag bis Sommer 2025. Erfüllt er diesen, stände er bereits bei 1239 Tagen in Amt und Würden – eine weitere mögliche Verlängerung noch nicht berücksichtigt. Damit läge er nur knapp hinter den 1416 Tagen, die Funkel auf dem Düsseldorfer Trainingsplatz verbracht hat.

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Der nächste Schritt für Thioune wäre es, seinen Vor-Vorgänger einzuholen. Uwe Rösler liegt bei 518 Tagen, die würde der gebürtige Niedersachse im kommenden Sommer knacken. Länger als sein Vorgänger ist Thioune ohnehin bereits im Amt. Christian Preußer hielt es gerade einmal 221 Tage auf der Düsseldorfer Trainerbank, bevor er nach der Niederlage gegen Kiel im Februar des vergangenen Jahres von seinen Aufgaben entbunden wurde.

Seitdem schreibt Thioune mit Fortuna eine echte Erfolgsgeschichte. Ihm ist es in der vergangenen Rückrunde nicht nur gelungen, die Düsseldorfer wieder in ruhiges Fahrwasser zu steuern, er hat es auch geschafft, im sehr kritischen Umfeld zumindest eine Art von Euphorie zu entfachen. Auch gegen den 1. FC Magdeburg waren wieder knapp 30.000 Zuschauer in der Arena. Und die Mission bis 2025 ist klar: der Aufstieg in die Bundesliga.

Daraus – und das ist ebenfalls durchaus sympathisch – macht der Trainer auch gar keinen Hehl. „Seit meinem Dienstantritt in Düsseldorf spüre ich das Vertrauen der Verantwortlichen und allen Menschen im und um den Verein. Im vergangenen Jahr haben wir alle gemeinsam einen Schritt nach vorne gemacht, doch wir sind noch nicht am Ende unserer Entwicklung angekommen“, sagte er am vergangenen Donnerstag im Zuge seiner Vertragsverlängerung. „Ich habe immer gesagt, dass es mein Traum ist, in der Bundesliga an der Seitenlinie zu stehen. Diesen Traum möchte ich mit der Fortuna verwirklichen. Dafür werde ich gemeinsam mit meinem Trainerteam weiterhin alles geben.“

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