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Fortuna Düsseldorf: Trainer Christian Preußer lobt nach dem 1:1 beim HSV seine Mannschaft

Preußer nach dem 1:1 beim HSV : „Wir haben ein tolles Auswärtsspiel gemacht“

Trainer Christian Preußer ist nach dem 1:1 beim Hamburger SV sehr zufrieden mit seiner Mannschaft. Dass er den Ausgleich in Unterzahl mit seinen Wechseln und dem Jokertor durch Robert Bozenik herbeigeführt hat, will er nicht zu hoch hängen. Was die Beteiligten sagen.

Die Düsseldorfer Fans hatten ihr Urteil gefällt. Noch lange nach dem Abpfiff im Hamburger Volkspark feierten die rund 2000 Mitgereisten ihre Mannschaft für das 1:1 beim HSV. „Wir sind die Fortuna, wir sind wieder da“, schallte es immer wieder durch die Arena, aus der die heimischen Fans längst enttäuscht verschwunden waren. Mehr als eine Stunde in Unterzahl und trotzdem einen Auswärtspunkt – das wurde ausgiebig gefeiert.

Trainer Christian Preußer war ebenfalls gut drauf nach dem Abpfiff. „Wir haben ein tolles Auswärtsspiel gemacht und haben uns den Punkt redlich verdient“, fasste er zusammen. „Es war ganz wichtig, nach der Roten Karte nicht das zweite Tor zu kassieren, dann wäre das Spiel weg gewesen.“

Die meisten im Stadion hatten die Fortuna wohl auch abgeschrieben nach Edgar Pribs Blackout, als der erfahrene Mittelfeldspieler beim Stand von 1:0 für den HSV seinen Gegenspieler Tim Leibold völlig ohne Not umsäbelte und dafür nach 24 Minuten zu Recht die Rote Karte sah.

Preußer wollte dennoch nicht zu hart mit Prib ins Gericht gehen: „Die Rote Karte kann man geben. Aber wir gehen ganz normal damit um, so wie wir mit allen anderen Fehlern auch umgehen. Er hat das nicht mit Absicht getan, er kommt einfach zu spät. Wenn jemand einen Fehler macht, dann bügeln wir das gemeinsam aus – das nehmen wir mit aus dem Spiel. Er muss sich nicht entschuldigen. Wir sprechen noch einmal in Ruhe drüber, wenn die Emotionen raus sind.“

Das zweite große Thema nach dem Spiel war Preußers Entscheidung, in der 70. Minute drei Wechsel vorzunehmen. Ao Tanaka, Felix Klaus und Robert Bozenik kamen in die Partie – und nur eine Minute später hieß es 1:1. Tanaka hatte hinaus zum bärenstarken Khaled Narey gepasst, dessen Hereingabe wäre fast im Aus gelandet, doch Klaus holte den Ball mit der Hacke zurück, passte so zu Bozenik, der das Spielgerät über die Linie bugsierte.

Ein goldenes Händchen des Trainers also? Preußer wollte das Thema nicht zu hoch hängen. „Manchmal wechselt man, und die Jungs schießen dann keine Tore – deshalb würde ich das gern relativieren“, sagte er bescheiden. „Aber es ist cool, dass die Jungs gleich so gut im Spiel waren. Robert Bozenik hat dann das Tor gemacht, aber wenn ich gleich an seine allererste Aktion denke: Da macht er gut den Ball fest und legt quer, er war einfach sofort gut im Spiel, wie alle drei. Damit haben sie mitgeholfen, den Punkt zu holen.“

Viel lieber lobte er das gesamte Team und stellte zwei Akteure dabei ein wenig heraus: „Ich bin mit allen heute zufrieden, mit Florian Kastenmeier, der ein paar brenzlige Situationen gemeistert hat und sehr gut im Spielaufbau war, und insbesondere auch mit Khaled Narey. Was der abgespult hat, hoch und runter, das hat uns den Glauben gegeben, dass wir hier etwas holen können.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das sagen die Fortunen zum 1:1 beim HSV