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Fortuna Düsseldorf: Torwart Zack Steffen attackiert US-Präsident Donald Trump

„Widerlicher Heuchler“ : Fortunas Torwart Steffen attackiert US-Präsident Trump

US-Amerikaner Zack Steffen hat Präsident Donald Trump via Twitter Scheinheiligkeit vorgeworfen. Der Torwart von Fortuna Düsseldorf will sich in Zukunft noch stärker sozial engagieren.

Torhüter Zack Steffen von Fortuna Düsseldorf hat das Verhalten von US-Präsident Donald Trump rund um die Proteste wegen des gewaltsamen Todes George Floyds scharf kritisiert. „Sie sind ein widerlicher Heuchler“, schrieb der Nationalkeeper der USA bei Twitter über einen Post des Präsidenten vom 12. Januar. Damals hatte Trump den Iran aufgefordert, keine Demonstranten zu töten und die Pressefreiheit zu wahren.

In weiteren Beiträgen in den sozialen Netzwerken kündigte Steffen zudem an, sich mit einer Initiative für die Bewegung „Black lives matter“ (Schwarze Leben zählen) zu engagieren. Details nannte Steffen nicht, dem Hashtag #Athletes4BLM zufolge scheint er aber Sportler versammeln zu wollen.

Der Afroamerikaner Floyd war in der vergangenen Woche bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis gestorben, nachdem ein weißer Polizist ihm minutenlang sein Knie in den Nacken gedrückt hatte. In zahlreichen US-Städten kam es seither zu Protesten und Demonstrationen, die oftmals mit Polizeigewalt zurückgedrängt wurden. Dabei gab es Medienberichten zufolge bislang zwei Tote und zahlreiche Verletzte, auch ein deutsches Reporterteam war von der Polizei angegriffen worden.

Vor Steffen hatte bereits Gregg Popovich den US-Präsidenten für sein Vorgehen beschimpft. „Trump spaltet nicht nur, er ist ein Zerstörer", sagte der Nationaltrainer der US-Basketballer und Star-Coach der San Antonio Spurs im Nachrichtenmagazin The Nation: "Er ist ein Feigling. Er frisst dich lebendig, wenn es ihm nutzt. Man sollte ihn einfach ignorieren. Er kann die Lage nicht verbessern, denn er ist, was er ist: Ein gestörter Idiot.“

Große Teile des US-Sports prangern nach Floyds Tod Ungleichheit in den USA an. Auch in der deutschen Fußball-Bundesliga war es deshalb zu zahlreichen Solidaritätsaktionen gekommen. Sogar die Fifa hatte sich am Dienstag eingeschaltet, Präsident Gianni Infantino erklärte, dass „die jüngsten Proteste von Spielern bei Bundesligaspielen nicht sanktioniert, sondern begrüßt werden sollen. Wir müssen alle zu jeglicher Form von Rassismus und Diskriminierung Nein sagen.“ Der Weltverband habe „volles Verständnis für die tiefen Gefühle und Sorgen, die viele Fußballer angesichts der tragischen Umstände des Falls George Floyd zum Ausdruck gebracht haben.“

(pabie/sid)