Fortuna Düsseldorf: Torhüter Michael Rensing wieder gesund

Vor dem Spiel auf Schalke : Fortunas Torhüter Michael Rensing meldet sich gesund

Nach dem Mittelhandbruch Jaroslav Drobnys kommt diese Nachricht gerade rechtzeitig. Am Samstag auf Schalke will Michael Rensing wieder im Kasten stehen.

Ein wenig wacklig sei das Training schon noch gewesen, merkt Michael Rensing an. „Die Pumpe schlägt ein bisschen schneller, und ich habe stärker geschwitzt als üblich“, berichtet Fortunas Torhüter. „Aber das ist ganz normal, wenn man eine Woche flachgelegen hat.“ Viel wichtiger ist seine Feststellung: „Mir geht es wieder gut.“

Für Friedhelm Funkel und sein Trainerteam muss sich das anhören, als würde der Nachrichtensprecher gerade die passenden Lottozahlen verlesen. Denn hätte sich Rensings Infekt auch noch in diese Woche hineingezogen, wäre die Besetzung des Torhüterpostens im Bundesligaspiel am Samstag auf Schalke (15.30 Uhr) ein großes Problem geworden. Rensings Vertreter Jaroslav Drobny hatte sich beim 2:1 gegen Nürnberg die Mittelhand gebrochen, Raphael Wolf fällt wegen Schwindelattacken noch lange aus – und Nachwuchskeeper Jannick Theißen ist gänzlich unerfahren.

Da bleibt Rensing nicht mehr viel übrig, als schnell wieder richtig fit zu werden. Und er macht Fans und Trainern Mut: „Bis Samstag sind es ja noch ein paar Tage, das wird schon passen.“ Und anschließend sollte dem 34-Jährigen besser nichts mehr passieren bis zum Saisonende. Was danach kommt, ist „Rense“ derzeit noch ziemlich wurscht, wie er deutlich betont, obwohl sein Vertrag Ende Juni ausläuft. „Das ist für mich aktuell gar kein Thema“, versichert der gebürtige Emsländer, „da bin ich total entspannt. Ich freue mich, dass ich wieder gesund bin, das Training macht mir Riesenspaß. Alles andere macht mein Berater, das ist sein Job. Meiner ist es, im Tor zu stehen.“

Und das will er am Samstag definitiv wieder tun. In einer Partie, die aus seiner Sicht noch immer wichtig für die Sicherung des Klassenerhalts ist: „Im Fußball kann schließlich alles passieren. Tatsache ist aber, dass die Klubs hinter uns, wie zum Beispiel der VfB Stuttgart, ihren Punktrückstand erst einmal aufholen müssen. Natürlich müssen wir weiter punkten, aber wir sind eine so intakte Mannschaft, dass wir das auch tun werden.“ Mit den 28 Zählern, die für Fortuna zu Buche stehen, „hat zu diesem Zeitpunkt niemand gerechnet, auch ich nicht“.

Der Samstag-Gastgeber FC Schalke 04 kommt zur Stunde nur auf 23 Punkte, doch deshalb zählt der Torhüter das Westduell noch lange nicht zu den Partien, die man gewinnen muss. „Wenn man sich die Tabelle anschaut, okay“, sagt Rensing. „Aber Schalke bleibt doch Schalke, und im Pokal haben wir dort deutlich verloren.“ Beim 1:4 vor drei Wochen stand freilich Drobny im Kasten und hatte obendrein nicht seinen besten Tag erwischt.

Doch auch Rensing hat seit dem unglücklichen 0:2 im Heimspiel Anfang Oktober noch eine Rechnung mit den Königsblauen offen. „Je früher wir den Klassenerhalt auch rechnerisch unter Dach und Fach haben, desto besser“, betont der frühere Münchner. „Es hätte schon etwas für sich, wenn wir ohne Druck zu den letzten Saisonspielen fahren könnten.“ Gelassen wirkt der wiedergenesene Keeper allerdings schon heute: „Wir haben schon oft überrascht, sind nach herberen Klatschen gut zurückgekommen und haben gegen die untenstehenden Teams gewonnen.“ Mehr kann man kaum verlangen.

Mehr von RP ONLINE