Fortunas Vorstandsvorsitzender Röttgermann schießt gegen Aufsichtsrat und hört auf

Düsseldorf · Fortunas Vorstandsvorsitzender Thomas Röttgermann wird seinen Vertrag bei Fortuna Düsseldorf nicht verlängern. Damit endet seine Amtszeit beim Zweitligisten im April dieses Jahres. Was er zu seinem Aus sagt.

Das ist Thomas Röttgermann von Fortuna Düsseldorf
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Das ist Thomas Röttgermann

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Foto: Frederic Scheidemann

Thomas Röttgermann und Fortuna Düsseldorf werden ab April getrennte Wege gehen. Das gab der Zweitligist am Samstagmorgen bekannt. Damit endet die Amtszeit des 61-Jährigen nach drei Jahren als Vorstandsvorsitzender.

„Nach intensiven Gesprächen mit meiner Familie und Kolleginnen und Kollegen habe ich mich entschlossen, das Angebot des Aufsichtsrates zur weiteren Mitarbeit im Vorstand von Fortuna Düsseldorf nicht anzunehmen“, erklärt Röttgermann in einer Stellungnahme auf der Vereinshomepage.

So habe das erläuterte Vorstandskonzept des Aufsichtsrates in ihm nicht die Überzeugung ausgelöst, Fortuna gut durch die anstehenden Herausforderungen zu führen. „Es erfordert schnelle Entscheidungen und Veränderungen, die die Fortuna in die Lage versetzen würden, sich mittel- und langfristig – und vor allem nachhaltig – im Kreis der Bundesligavereine zu etablieren“, erklärt er. „In den letzten Wochen und Monaten ist deutlich geworden, dass es offensichtlich sehr schwierig ist, eine breite Meinungs- und Willensbildung im Aufsichtsrat auszulösen und für dringende – auch personelle - Weichenstellungen eine ausreichende, qualifizierte Mehrheit zu erreichen.“

Das Funktionsteam (Trainer, Analysten, Scouts, Vorstand) bei Fortuna
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Fortunas Team hinter dem Team

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Foto: dpa/Bernd Thissen

Worte, die vielen im Aufsichtsrat nicht gefallen werden. Doch Röttgermann stimmt auch versöhnliche Töne an. „Ich wünsche mir, dass meine Entscheidung dem Aufsichtsrat helfen wird, schnelle, die Vorstandsbesetzung betreffende Beschlüsse, im Sinne der Weiterentwicklung der Fortuna zu fassen“, sagt er. „Wir befinden uns gegenwärtig in einer herausfordernden sportlichen Situation. Ich habe natürlich abgewogen, ob gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für die Kommunikation dieses Themas ist. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass eine schnellstmögliche Lösung der anstehenden Fragen dringend notwendig ist und dann auch für die notwendige Ruhe und Klarheit im weiteren Saisonverlauf förderlich sein wird.“

 Thomas Röttgermann.

Thomas Röttgermann.

Foto: Falk Janning

Röttgermann weiter: „Selbstverständlich werde ich mich bis zum letzten Tag meiner Tätigkeit für die Fortuna – wie stets – zu 100% einbringen und meinen Beitrag zum Gelingen unserer Pläne und Erreichen unserer Ziele leisten. Es war mir eine große Freude und Ehre, in den vergangenen Monaten und Jahren für Fortuna Düsseldorf zu arbeiten. Mein besonderer Dank gilt meinen Vorstandskollegen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und vielen weiteren Kolleginnen und Kollegen aus den Gremien der Fortuna.“

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