„Der MSV ist einfach ein geiler Verein“ Ex-Fortune Pledl wechselt nach Duisburg – voller Euphorie

Duisburg/Düsseldorf · Nach seinem Weggang aus Düsseldorf im vergangenen Sommer befand sich der Flügelspieler ein halbes Jahr auf Vereinssuche. In der Winterpause unterschrieb er dann beim Drittligisten Waldhof Mannheim. Nun wechselt Thomas Pledl erneut den Verein – und wählt große Worte.

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Foto: Frederic Scheidemann

Thomas Pledl und der MSV Duisburg haben eine gemeinsame Vergangenheit. Und die liegt noch gar nicht allzu lang zurück. Im Herbst hielt sich der 29-Jährige – auf der Suche nach einem neuen Verein – an der Wedau fit, nachdem Fortuna seinen Vertrag nicht verlängert hatte. War dieser Teil für beide Parteien noch gleichermaßen angenehm, so schlug das Pendel später zugunsten des Flügelspielers aus. Pledl wechselte im Januar zum Duisburger Drittliga-Rivalen Waldhof Mannheim – und erzielte in beiden Begegnungen (jeweils 3:1) gegen den MSV ein Tor.

Gut, dass der ehemalige Bundesligist und der gebürtige Bischofsmaiser nun wieder zur Gemeinsamkeit zurückkehren und Seite an Seite in die Zukunft gehen: Vor einigen Tagen hat Pledl in Duisburg einen Zweijahresvertrag unterschrieben. „Als ich im Herbst in Duisburg war, hatte ich schon einen sehr, sehr guten Eindruck, der Kontakt ist seither nie abgerissen“, wird der Ex-Fortune in der Pressemitteilung des MSV zitiert. „Und ich meine das wirklich so: Der MSV ist einfach ein geiler Verein, mit geilen Fans und einem geilen Umfeld. Für mich ist das der richtige Schritt, um in meiner Karriere voll anzugreifen. Die Vorfreude auf den Spielverein ist riesig.“

Die Ohren vieler Fortuna-Anhänger bringt diese Aussage wahrscheinlich zum Schlackern, zumal da die Düsseldorfer seinerzeit sehr viel Menschlichkeit im Umgang mit Pledl an den Tag gelegt haben. Zur Erinnerung: Der 29-Jährige hatte sich im März 2021, kurz bevor sein Vertrag bei den Rot-Weißen zum ersten Mal ausgelaufen wäre, eine schwere Knieverletzung mit Rissen im Bandapparat, des Meniskus und des vorderen Kreuzbands zugezogen – und Fortuna wenig später sein Arbeitspapier verlängert.

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Foto: RP/Ralph-Derek Schröder

Klar, dies nicht zu tun, hätte den Düsseldorfern vermutlich ein PR-Desaster eingebrockt, und dennoch war ihnen der Schritt hoch anzurechnen. „Fortunen halten zusammen – vor allem in schweren Zeiten. In dieser Zeit, die für ‚Toni‘ die vielleicht schwierigste in seiner Karriere ist, wollten wir ihm Planungssicherheit verschaffen, damit er sich voll und ganz auf seine Reha und seinen Weg zum Comeback konzentrieren kann“, hatte der damalige Sportvorstand Uwe Klein gesagt.

Pledl hatte ergänzt: „Ich bin dem gesamten Verein sehr dankbar für die Unterstützung und freue mich riesig darüber, dass ich meinen Vertrag bei der Fortuna verlängert habe. Die größten Sorgen – dass der Vertrag ausläuft und man aktuell schwerwiegender verletzt ist – sind somit beiseite geräumt. Es ist ein tolles Gefühl, noch ein Jahr für die Fortuna spielen zu können.“

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Foto: Ralph-Derek Schröder

Viele Einsätze kamen nach seiner Genesung allerdings nicht hinzu, lediglich fünf Mal stand Pledl noch im rot-weißen Dress auf dem Feld. Und so trennten sich die Wege ein Jahr später als ursprünglich geplant. In Mannheim sah die Welt für den Flügelspieler deutlich besser aus: 19 Partien absolvierte er für den Drittligisten, davon neun von Anfang an. Die Liga wechselt er mit dem Transfer zum MSV Duisburg nun nicht, den Verein aber erneut. Und zwar voller Euphorie.