Nach 3:0 im Hinspiel der Relegation So will Thioune die Euphorie rund um Fortuna in den Griff bekommen

Düsseldorf/Bochum · Der erste Schritt ist gemacht – doch der Weg zum Ziel ist für Fortuna alles andere als ein Selbstläufer. Entsprechend fokussiert zeigt sich auch Cheftrainer Daniel Thioune vor dem Rückspiel gegen den VfL Bochum in der Arena. Was er von seinen Spielern einfordert. Was er nicht verhindern kann.

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Diese Promis waren beim Fortuna-Sieg gegen den VfL Bochum im Stadion

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Foto: Moritz Mueller

Daniel Thioune war darum bemüht, sich möglichst auf das Wesentliche zu fokussieren. „Ich versuche mich relativ kurz zu halten, weil es ja noch eine zweite Halbzeit gibt und ein Rückspiel. Da müssen wir 90 Minuten lang alles dafür tun, um maximal erfolgreich zu sein“, sagt er. „Das ist auch unser Ansatz. Meine Mannschaft ist heute eine hohe Intensität gegangen. Sie hat viel ausgehalten, insbesondere bei den vielen hohen Hereingaben und Standardsituationen.“

Es gibt Träume. Es kreisen sicherlich viele Gedanken. Doch dafür ist gerade noch kein Platz. Kein Raum für Überheblichkeit und sich zu sicher zu fühlen. Der Zweitligist hat im Hinspiel der Relegation 3:0 gewonnen. Eine komfortable Ausgangslage für Fortuna im Heimspiel am Montag gegen den VfL Bochum.

„Nach dem Führungstreffer, der sicher etwas glücklich war, hat man gemerkt, dass wir gut in der Partie drin waren. In der zweiten Halbzeit waren wir zunächst etwas unzufrieden damit, wie wir unsere Umschaltmomente zu Ende gespielt haben“, sagt Thioune.

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Foto: Moritz Mueller

Und weiter: „Beim 2:0 war es allerdings brutal gut gespielt. Das Tor hat uns ebenso wie das 3:0 extrem gutgetan. Und am Ende kann man vielleicht noch darüber diskutieren, warum wir nicht das vierte Tor machen. Insgesamt bin ich aber mit der Vorstellung meiner Mannschaft zufrieden – was den ersten Teil der Relegation betrifft.“

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Foto: dpa/David Inderlied

„Die Bochumer haben schon bewiesen, dass sie drei Tore in einer Halbzeit schießen können“

Für Thioune ein zentrales Thema. Alle sollen auf dem Teppich bleiben. Zumindest was das Personal auf dem Rasen angeht. Ist es schwer, dass alles in geordnete Bahnen zu lenken? „Ach, das fällt mir eigentlich ganz leicht. Die Bochumer haben in dieser Saison schon nachgewiesen, dass sie im Stande sind, drei Tore in einer Halbzeit zu schießen. Es sind noch 90 Minuten zu gehen. Der VfL ist die letzte Mannschaft, die Bayer 04 Leverkusen in der Liga geschlagen hat. Wenn man daran erinnert, darf man die vielleicht leicht aufkommende Euphorie etwas runterdämmen.“

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Foto: Moritz Mueller

Natürlich ist er sich seiner beschränkten Möglichkeiten bewusst. „Das werde ich natürlich nicht im Umfeld des Vereins können, aber bei meiner Mannschaft“, so der 49-Jährige. „Es geht darum, jetzt noch einmal 90 Minuten Haltung zu bewahren. Wir sind fokussiert, wir wissen, dass wir jetzt definitiv einen Vorteil haben, aber es wäre maximal fahrlässig, sich jetzt schon irgendwelche Dinge auszumalen, bis zu deren Erreichen noch sehr viel harte Arbeit erforderlich ist.“

Am Montag wird Nicolas Gavory wohl nicht mit dabei sein. Der Franzose hatte beim Aufwärmen vor dem Spiel in Bochum über muskuläre Probleme geklagt und stand nicht zur Verfügung. Auch am Tag danach war er nicht beim Training, was einen Einsatz im Saisonfinale eher unwahrscheinlich macht. In der Startelf hätte er indes sowieso nicht gestanden, aber als Option wäre er natürlich durchaus interessant gewesen.

„Es ist Crunchtime, und das ist cool. Wir haben bewiesen, dass wir das können und in dieser Phase der Saison sehr stabil sind“, sagt Thioune. „Aber das brauchen wir unbedingt noch einmal über 90 Minuten, wir dürfen nicht nachlässig sein.“

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