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Fortuna Düsseldorf - Teil 2 des Rückrunden-Zeugnisses mit einem Mittelfeldspieler, der überraschte

Unser Rückrunden-Zeugnis, Teil 2 : Dieser Mittelfeldspieler überraschte bei Fortuna

Die Schaltzentrale war lange Zeit ein großes Problem der Fortuna. Im Verlauf der Saison wurde das besser, auch weil ein Spieler, den viele schon abgeschrieben hatten, plötzlich seine Qualitäten zeigte. Hier der zweite Teil unseres großen Rückrunden-Zeugnisses inklusive Noten der Fans.

Über Jahre hinweg war das zentrale Mittelfeld ein Vorzeige-Mannschaftsteil der Fortuna. Musterprofis wie Oliver Fink, „Lumpi“ Lambertz, Adam Bodzek oder Marcel Sobottka prägten den „Maschinenraum“ der Düsseldorfer, phasenweise ergänzt durch den eleganten Strippenzieher Kevin Stöger. In der gerade abgelaufenen Saison hakte es jedoch lange Zeit in der Schaltzentrale, und dabei spielten auch hartnäckige Verletzungsprobleme bei Sobottka und vor allem Bodzek eine Rolle.

Hier ist nun als zweiter Teil unserer Serie das Rückrunden-Zeugnis für die zentralen Mittelfeldspieler, errechnet als Durchschnitt aus den Noten, die unsere Redaktion nach den Spielen vergeben hat. Zum Vergleich gibt es erstmals auch den Durchschnitt aus den Noten, die die Fans an die jeweiligen Profis verteilten.

Shinta Appelkamp Es war eine durchwachsene Saison für den U21-Nationalspieler. Immer wieder warfen den 21-Jährigen Muskelverletzungen und auch Corona zurück, so dass er eine lange Anlaufzeit benötigte. Das denkwürdige 1:1 mit der coronageschwächten Notelf beim SC Paderborn war für ihn ein gewisser Wendepunkt, von dann an lief es etwas besser für Appelkamp. Trainer Daniel Thioune hält große Stücke auf ihn, will ihn aber nicht auf eine bestimmte Position festlegen. So spielt der gebürtige Tokioter zwar zumeist im vorderen zentralen Mittelfeld, soll aber auch immer wieder einmal über die Außen kommen. Rückrunden-Durchschnittsnote 3,21 – Note der Fans 3,17

Adam Bodzek Der Kapitän war der große Pechvogel. Bei einem der wichtigsten Siege, dem 3:1 beim Spitzenklub Darmstadt 98 Anfang Dezember, zog sich Bodzek bei einem Foul einen doppelten Rippenbruch zu, der ihn zu einer monatelangen Pause zwang. Kaum wiedergenesen, verletzte sich der 36-Jährige in Karlsruhe (2:2) erneut. Und das, nachdem er bei seinem Comeback gegen den HSV (1:1) ein herrliches Tor erzielt hatte. Es blieb sein wahrscheinlich letztes für die erste Mannschaft der Fortuna, da er künftig Führungsspieler in der U23 sein wird. Eine Durchschnittsnote fällt für ihn aus, da er nur einen bewerteten Einsatz (mindestens 30 Minuten auf dem Platz) hatte statt der dafür erforderlichen fünf. Von unserer Redaktion erhielt er beim KSC eine Drei plus, von den Fans eine Drei.

Jakub Piotrowski Der polnische U21-Nationalspieler startete mit zwei Fünfen in die zweite Saisonhälfte. Insofern war es für ihn wie für die gesamte Mannschaft unter Thioune eine Aufholjagd. Die Art, wie der neue Trainer spielen lässt, kommt „Kuba“ allerdings ohnehin weit besser entgegen. Seine Aggressivität und Laufbereitschaft gefallen Thioune, auch wenn der kürzlich noch anmerkte: „Kuba ist eine echte Maschine, aber er macht noch einige Meter zu viel. Diese unnötigen Laufwege müssen wir abstellen, dann wird er noch besser.“ Der Anfang ist jedenfalls gemacht, unter anderem mit zwei guten Partien in Heidenheim und gegen Darmstadt. Rückrunden-Durchschnittsnote 3,36 – Note der Fans 3,36

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Edgar Prib Nach seinem Wechsel von Hannover 96 im Sommer 2021 war er vielleicht die größte Enttäuschung der vergangenen Saison, kam einfach nicht in Tritt. Unter Christian Preußer hielt dieser Negativtrend an, doch mit der Amtsübernahme von Daniel Thioune ging bei „Eddy“ irgendwie der Knopf auf. Er überraschte seit seinem Wiedereinstieg mit der Notelf in Paderborn alle. Fortan wurde Prib zum stabilsten Mittelfeldspieler Fortunas und erarbeitete sich so die beste Durchschnittsnote in diesem Mannschaftsteil, bei der Redaktion ebenso wie bei den Fans. Für eine Vertragsverlängerung reichte es trotzdem nicht, was Thioune sehr bedauerte; bei Sportvorstand Klaus Allofs und Sportdirektor Christian Weber wirkten anderthalb schwache Jahre zu stark nach. Rückrunden-Durchschnittsnote 3,03 – Note der Fans 3,14

Marcel Sobottka Nach einem schwachen Start gegen Sandhausen und Nürnberg verbesserte sich „Cellos“ Form gleichzeitig mit seinem Fitnesszustand. Er war maßgeblich beteiligt am Umschwung unter Thioune, holte sich viermal die Note Zwei. Zum Ende der Saison nahm ihn eine schwere Rippenprellung aus dem Wettbewerb, was zu einer insgesamt gesundheitlich ziemlich gebrauchten Saison passte. Dennoch war bei Fortuna jeder froh, dass Sobottka seinen Vertrag um drei weitere Jahre bis 2025 verlängerte. Rückrunden-Durchschnittsnote 3,24 – Note der Fans 3,33

Ao Tanaka Fast schien es schon klar, dass Fortuna die Kaufoption nicht ziehen würde, die der Klub bei der Ausleihe von seinem damaligen Klub Kawasaki Frontale vereinbart hatte. Der Tanaka, den man im Trikot der japanischen Nationalmannschaft immer wieder sah, hatte einfach fast nichts zu tun mit dem Tanaka im F95-Dress. Viele Fehler, darunter der entscheidende beim 0:1 in Kiel, das Preußer den Job kostete, kaum eine Bindung an seine Mitspieler. Doch das Blatt wendete sich, und ab dem Regensburg-Spiel (0:0) sah man einen anderen Tanaka. Noch ist viel Luft nach oben, aber mit der starken Vorstellung beim 3:0 gegen Rostock legte er den Grundstein für seine kurz darauf erfolgte Festverpflichtung. Rückrunden-Durchschnittsnote 3,42 – Note der Fans 3,31

Hier geht es zum ersten Teil unseres Rückrunden-Zeugnisses, für Torhüter und Innenverteidiger.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das sind die Rekordspieler von Fortuna Düsseldorf