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Fortuna Düsseldorf: Stürmersuche beginnt, falls Kenan Karaman wechselt

Falls Karaman den Klub verlässt : Fortuna muss Stürmersuche vorbereiten

Fortunas Luxusproblem im Sturm ist zu einem ernsthaften Problem geworden. Drei Ausfälle, einer möchte den Verein verlassen. Es könnte also sein, dass Fortuna noch einen Stürmer in dieser Transferphase verpflichten wird.

Vor dem Auftakt in der ersten Pokalrunde bei Drittligist FC Ingolstadt (Samstag, 18.30 Uhr) plagen Fortuna Düsseldorf echte Probleme im Sturmzentrum. Einzig Rouwen Hennings ist von den vier nominellen Spitzen fit. „Er stellt sich von selbst auf“, sagt Uwe Rösler süffisant. Eigentlich hatte der Trainer für die anstehende Saison fest mit einem System mit zwei Spitzen geplant, jetzt wird er zunächst umdisponieren müssen.

Dawid Kownacki (Aufbautraining nach Covid-19-Erkrankung), Emmanuel Iyoha (Pfeiffersches Drüsenfieber) und Kenan Karaman (muskuläre Probleme in der Wade) fallen aus. „Eigentlich bin ich mit den vier Stürmern in unserem Kader zufrieden. Sie sind absolut top für die Zweite Liga“, sagt Rösler, der aber durchblicken ließ, dass er sich mit Sportvorstand Uwe Klein zusammensetzen werde, falls Karaman den Verein noch verlassen sollte. Dann könnte Fortuna noch einen Angreifer holen. „Das ist nichts, was ich öffentlich besprechen will. Wir werden intern gucken, was wir vorbereitet haben und dann vielleicht realisieren können“, sagt der Coach.

Der türkische Nationalspieler möchte den Verein verlassen. Das machte er zuletzt öffentlich deutlich, indem er der türkischen Nachrichtenagentur sagte: „Ich kann nicht sagen, dass Düsseldorf mir bisher geholfen hat. Ehrlich gesagt, haben sie keine sehr logischen Erwartungen an einen Wechsel.“

Fortuna pocht auf den bis Juni 2021 laufenden Vertrag und will den 26-Jährigen nur ziehen lassen, wenn ein Klub eine Summe rund um fünf Millionen Euro auf den Tisch legen würde. Das bisher einzig eingegangene Angebot eines türkischen Klubs liegt dem Vernehmen nach nicht mal bei der Hälfte dieser Summe.

Rösler würde aber ohnehin am liebsten auf Geld verzichten und mit seinem Stürmer weiterarbeiten. „Ich werde bis zum letzten Atemzug um Kenan kämpfen“, betont der Coach, der nach eigener Aussage ein sehr gutes Verhältnis zu Karaman pflegt.