Fortuna Düsseldorf: Stürmer Rouwen Hennings mag das Spiel gegen Abwehrschränke

Fortunas Stürmer Rouwen Hennings : „Ich mag das Spiel gegen Abwehrschränke“

Rouwen Hennings stand in beiden Bundesligapartien in Fortunas Startelf. In der Länderspielpause spricht er über den Saisonstart, das Zusammenspiel mit Marvin Ducksch und das mögliche Duell mit Ex-Fortune Kevin Akpoguma.

Es gab sie, die Skeptiker, die ein großes Fragezeichen malten, ob Rouwen Hennings denn noch die Tauglichkeit für die Bundesliga mitbringen würde. Fortunas Trainer Friedhelm Funkel hat daran nie gezweifelt. Und vor allem beim 1:1 in Leipzig bewies der Stürmer seinen Wert für den Aufsteiger. In der Länderspielpause sammelt der 31-Jährige nun Kraft für die kommenden Aufgaben und schildert seine Sicht über den Status quo der Fortuna. Rouwen Hennings über...

...den Saisonstart: „Wir hätten mindestens noch einen Punkt mehr verdient gehabt. Es ist kein perfekter Start, aber es war wichtig, wenigstens den einen Punkt vor der Länderspielpause geholt zu haben. Wir wissen alle, dass es harte Arbeit ist und wir nicht einfach so mitspielen können. Wir müssen in den restlichen 32 Spielen immer alles raushauen, um auf Augenhöhe zu kommen. Wir können mithalten, aber immer nur, wenn wir Vollgas geben. Wir haben gemerkt, dass Fehler eiskalt bestraft werden. Es gibt keine Durchschnaufphase mehr.“

...das Zusammenspiel mit Marvin Ducksch: „Je mehr Offensivspieler auf dem Platz sind, desto mehr Räume habe ich. Und ich habe eine Anspielstation, die auch offensiv denkt. Es hat sich gut angefühlt. Vielleicht haben wir den Trainer ja überzeugt, dass er jetzt immer mit zwei Stürmern spielen lässt. Auch mit Stögi (Kevin Stöger, Anm. d. Red.) war es gegen Augsburg gut. Aber Stögi ist kein Wandspieler, sondern hat eben andere Qualitäten. Der Trainer wird je nach Gegner entscheiden.“

...das Duell mit Dayot Upamecano in Leipzig: „Ich mag ja das körperbetonte Spiel, wenn es zur Sache geht – gerade gegen solche Abwehrschränke. Die machen es einem nicht einfach, den Ball zu kontrollieren. Das macht schon Spaß. Man will einfach gegen die Besten spielen und die auch piesacken und zeigen, dass wir auch Fußball spielen können.“

...seinen Anteil an der Vorarbeit zum 1:0 in Leipzig: „Sowas trainieren wir immer wieder: In Unterzahl auf engem Raum den Ball behaupten. Und die Leipziger sind ja auch nicht übermächtig, auch gegen die kann man Zweikämpfe gewinnen, auch gegen drei, vier Mann auf einmal. Das war insgesamt ein perfekter Spielzug.“

...sein bisher einziges Bundesligator am 25. September 2010 für St. Pauli gegen Dortmund: „Das werde ich sicher nie vergessen. Es hat ja eine Zeit gedauert, bis ich jetzt wieder Bundesliga spielen durfte. Ich setze mich nicht unter Druck und gehe verbissen aufs Feld und verkrampfe dann. Ich bin sicher, ich werde irgendwann wieder treffen.“

...die Chancenverwertung: „Wir müssen da noch konsequenter werden. Du wirst nicht in jedem Spiel drei, vier Hochkaräter kriegen. Unser Spiel wird auch noch irgendwann mehr auf die Offensive aufbauen. Momentan ist es noch auf die Defensive ausgerichtet. Wenn wir uns noch besser einspielen, werden wir auch öfter den Ball haben und den Gegner laufen lassen können. Wenn wir dann einen ruhigeren Spielaufbau haben, kommen auch mehr Abschlussmöglichkeiten. Marvin hatte schon ein paar, ich komme auch noch zu meinen Chancen. Und dann werden wir auch Tore machen.“

...die Außenseiterrolle in der Liga: „Kein Gegner wird vor dem Spiel gegen uns sagen: ,Männer, da kommt aber ein riesiger Brocken auf uns zu.’ Aber wir haben gezeigt, dass wir mithalten können. Das wissen die Gegner jetzt auch und werden sich auf uns einstellen, so wie wir uns auch auf sie einstellen werden.“

...die Perspektive mit Fortuna: „In den ersten 20 Minuten gegen Augsburg waren alle nervös. Da mussten wir uns berappeln, dann hat es funktioniert. Aber jetzt ist keiner mehr nervös. Der Unterschied zwischen erster und zweiter Liga ist aber sehr groß. In der vergangenen Saison sind wir zwar souverän als Erster aufgestiegen, aber wir waren nicht immer bei 100 Prozent Leistungsfähigkeit. Jetzt ist es so: Nur wenn alles klappt, haben wir die Chance, Platz 15 zu erreichen. Außer Nürnberg und uns haben alle anderen Teams ganz andere Mittel zur Verfügung – von der Infrastruktur und dem Spielermaterial. Wir versuchen da hinzukommen. Es wäre der erste Schritt, die Klasse zu halten.“

...das mögliche Duell mit Ex-Fortuna Kevin Akpoguma (Hoffenheim): „Noch habe ich keinen Kontakt zu ihm aufgenommen. Das wird die nächsten Tage kommen. Er musste verletzt ausgewechselt werden. Ich hoffe, dass die Verletzung bis dahin ausheilt. Für ihn wäre es ja auch cool, gegen Fortuna zu spielen.“

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