Fortuna-Profi mit Käfig-Kämpfer befreundet So will sich Kownacki wieder in Form bringen

Düsseldorf · Die Länderspielpause hat Dawid Kownacki für einen Ausflug an den Käfig genutzt. Ein enger Freund von ihm hat in seiner polnischen Heimat am vergangenen Wochenende seinen Titel im Weltergewicht des Kampfsports MMA verteidigt. Der Angreifer von Fortuna gehörte zu den ersten Gratulanten.

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Das ist Dawid Kownacki

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Foto: dpa/Jonas Güttler

Roberto Soldic, und das ist eine verdammt beruhigende Nachricht für ihn, ist deutlich treffsicherer als einer seiner besten Kumpels. Seit Jahren schon verbindet ihn eine enge Freundschaft mit Fortuna-Angreifer Dawid Kownacki. Ladehemmungen, wie der Pole sie über Phasen seiner Karriere immer wieder hatte, kann sich der Deutsch-Kroate Soldic nicht leisten. In seiner Sportart, dem Kampfsport Mixed Martial Arts, könnte jeder Gegentreffer der letzte sein.

Doch für den 26-Jährigen läuft es bislang sehr gut. Im November 2020 hatte er das Karriereende von Michal Materla mit einer krachenden Niederlage eingeläutet. Materla ist in Polen eine Legende. Doch Soldic, der auch noch Profiboxer ist, marschierte voran und ließ dem Konkurrenten nicht den Hauch einer Chance. Durch die Corona-Pandemie durfte er über Monate nicht zurück in den Käfig. Bis zum Wochenende.

In Warschau stieg der „KSW63“-Fight gegen Patrik Kincl. Und auch der 32-Jährige Tscheche bekam eine Kostprobe davon, dass man mit Soldic auf beruflicher Basis keine langfristige Beziehung hinbekommt. Kincl unterlag jedenfalls, Soldic ist weiter Titelträger und damit KSW-Champion. Bereits in der zweiten Runde stand der Kampf kurz vor dem Abbruch. Soldic hatte Kincl mit einem Würgegriff umklammert, in letzter Sekunde konnte sich Kincl befreien. Es war der 16. Knockout in 19 Kämpfen für Soldic.

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Foto: Christof Wolff

Soldic lebt seit Jahren in Düsseldorf. Zu seinen engen Weggefährten gehört eben Kownacki. Der ließ es sich dann nicht nehmen, seinen Freund vor Ort zu unterstützen. Kownacki sagt auf Anfrage unserer Redaktion: „Ich bin mit Roberto befreundet und habe ihn bei seinem Kampf unterstützt. Er ist ein unglaublicher Athlet und ein guter Typ."

Kownacki ist offensichtlich auch finster entschlossen, sich wieder in Form zu kämpfen. Er legt Zusatzschichten ein, dreht noch ein paar Runden auf dem Trainingsplatz und versucht nun auch auf dem Feld ein paar Anweisungen zu geben – auf deutsch. In den letzten Trainingseinheiten hat er sich bei Standards um die Zuteilung gekümmert und versucht, sich so einzubringen.

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Foto: dpa/David Inderlied

„Ich nehme das natürlich wohlwollend zur Kenntnis, was Dawid da momentan für einen Einsatz bringt“, sagt Cheftrainer Christian Preußer. „Es ist ja unser gemeinsames Ziel, dass er sich wieder in Form bringt.“ Und vielleicht hilft das ja schon am Sonntag (13.30 Uhr) in Aue: Beim 3:0-Sieg dort in der vergangenen Saison hat der 24-Jährige den Führungstreffer zum 1:0 erzielt.

(gic)