Fortuna Düsseldorf spricht sich Mut im Abstiegskampf zu

Fortuna spricht sich Mut zu : „Wir sind noch nicht abgestiegen“

Das 0:1 gegen Werder Bremen führen die Fortuna-Profis nicht auf eine schlechte Leistung zurück. Sie sehen sich auf dem richtigen Weg im Kampf um den Klassenerhalt.

Ungläubiges Lachen, schüttelnde oder hängende Köpfe – jeder Fortuna-Profi geht am Samstagnachmittag auf dem Weg in die Kabine individuell mit der bitteren Niederlage um. In den Aussagen sind sich aber alle einig: Das 0:1 gegen Werder Bremen war nicht das Ergebnis einer schlechten Mannschaftsleistung. „Ich habe selten so ein klares 50/50-Spiel erlebt, das Unentschieden ausgehen muss“, sagt Andre Hoffmann. „Wenn es dann schon in eine Richtung kippt, hätte es in unsere kippen müssen. Ich hatte irgendwie auch das Gefühl, dass eine Standardsituation das Spiel entscheiden wird.“ Das Gefühl war richtig, allerdings zum Leidwesen der Düsseldorfer.

Es waren noch 25 Minuten beim Rückrundenauftakt vor 46.000 Zuschauern in der Stockumer Arena zu spielen, als Oliver Fink am Strafraumrand ein Foul begeht. „Das war unnötig von mir“, sagt Fortunas Kapitän später. Milot Rashica bringt den Ball hinein, Torhüter Florian Kastenmeier verschätzt sich am langen Pfosten, Niklas Moisander köpft den Ball von der Torlinie an den Arm von Kastenmeier, von da geht er ins Gehäuse. Ein ganz bitteres Bundesliga-Debüt für den 22-Jährigen, der Stammtorwart Zack Steffen (Knieprobleme) ersetzt. „Da sieht Florian nicht gut aus, aber das ist schon anderen Torhütern auch passiert“, sagt Trainer Friedhelm Funkel, der dem jungen Kastenmeier den Vorzug vor dem erfahrenen Michael Rensing gegeben hatte. „Michael ist noch nicht so weit. Also war es auch im Nachhinein die richtige Entscheidung. Flo hat ansonsten richtig gut gehalten.“

Auch aus der Mannschaft gibt es keine Vorwürfe an den Keeper. Vielmehr bemängeln die Fortunen, dass sie es nicht geschafft haben, die Angriffe konsequenter zu Ende zu spielen. „Wir müssen im letzten Drittel noch gefährlicher werden und das Tor erzwingen“, sagt Hoffmann und gibt seiner Mannschaft so einen Auftrag für die kommenden Wochen mit.

„Wir haben uns für den Aufwand nicht belohnt, hatten einige gute Möglichkeiten Wir haben oft nicht die richtige Entscheidung getroffen. Dann wird das Spiel durch ein mehr als unglückliches Tor entschieden“, sagt Funkel, der glaubt, dass sein Team mental stabil genug ist, diese Niederlage zu verarbeiten. „Wir müssen mit dieser Niederlage leben, und dann geht es ab morgen weiter. Es gibt keinen Grund, Trübsal zu blasen.“

So sehen es auch seine Spieler. Während Hoffmann aber zugibt, dass es ein besonders bittere Niederlage ist, weil „jeder wusste, dass es ein ganz wichtiges Spiel ist“, betont Ayhan: „Die nächsten 16 Spiele sind auch alle wichtig. Bremen ist nach diesem Sieg nicht Meister, und wir sind noch nicht abgestiegen.“

Trainer Friedhelm Funkel (re.) schaut zu wie seine Spieler um Rouwen Hennings zur Pause gehen. Foto: dpa/Bernd Thissen

Am kommenden Sonntag steht für die Fortunen ein Auswärtsspiel an: Zum Abschluss des 19. Spieltags geht es zu Bayer Leverkusen (18 Uhr).

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