Online-Unternehmen Jessica Contento organisiert Nachhilfe für Fortunas Jugendspieler

Düsseldorf · Jessica Contento organisiert Nachhilfe für Düsseldorfs Jugendspieler. Das Online-Unternehmen der Ehefrau des Fortuna-Profis ist Partner des Nachwuchs-Leistungszentrums.

 Fortunas U12-Spieler Simeon Rapsch bei einer Übungsstunde mit Easy-Tutor. Massimo Cancellara, Jessica Contento und Christian Lasch, der pädagogische Koordinator des NLZ (von rechts), verfolgen die ersten Schritte.

Fortunas U12-Spieler Simeon Rapsch bei einer Übungsstunde mit Easy-Tutor. Massimo Cancellara, Jessica Contento und Christian Lasch, der pädagogische Koordinator des NLZ (von rechts), verfolgen die ersten Schritte.

Foto: Horstmueller/HORSTMUELLER GmbH

Der Schulungsraum von Fortunas Nachwuchs-Leistungszentrum ist bis unters Dach gefüllt. Jugendspieler des Fußball-Bundesligisten und vor allem deren Eltern nehmen gespannt die Informationen auf, die Jessica Contento und ihr Bruder Massimo Cancellara ihnen geben. Es ist die Einführungsveranstaltung für die Partnerschaft, die das NLZ mit dem Online-Nachhilfeunternehmen Easy-Tutor eingegangen ist, das die Ehefrau des Fortuna-Profis Diego Contento und ihr Bruder mit ihrem gemeinsamen Freund Alexander Liebisch führen.

„Jessica und Massimo haben schon jahrelange Erfahrung. Die Qualität der Tutoren und deren gewissenhafte Auswahl haben uns überzeugt“, erklärt Christian Lasch, der pädagogische Koordinator des NLZ. „Die entscheidenden Argumente waren die Flexibilität, also dass die Kinder auch zu Hause oder auf Lehrgängen unterstützt werden, und die Bandbreite. Mit unseren Lehrern hier können wir nicht alle Fächer abdecken.“

Auf den ersten Blick mag es überraschen, dass schulische Bildung für einen professionellen Fußballverein überhaupt eine Rolle spielt. Doch da hakt NLZ-Leiter Frank Schaefer sofort ein. „Wir verfolgen eindeutig einen ganzheitlichen Ansatz“, versichert er. „Es wäre fahrlässig, Jugendliche nur auf den Fußball vorzubereiten. Schulische, sportliche und persönliche Entwicklung sind eng miteinander verzahnt.“ Lasch ergänzt: „Wir sind ein eingetragener Verein und haben eine gesellschaftliche Verantwortung.“ Letztlich komme das auch dem Verein zugute: „Die Jungs können nur gute Leistungen bringen, wenn sie einen freien Kopf haben. Familiäre Atmosphäre im Nachwuchsbereich war uns immer wichtig, das hat unser langjähriger Jugendobmann Helmut Pöstges vorgelebt.“

Die Nachhilfe-Anbieter sind sich der Verantwortung bewusst. „Die Herausforderung für uns ist es, die Kinder im NLZ immer wieder neu zu motivieren“, sagt Cancellara. „Normalerweise buchen ja die Eltern Stunden bei uns – im NLZ muss die Motivation da sein, sich nach einem anstrengenden Training noch bei Easy-Tutor einzuloggen.“ Entsprechend muss die Attraktivität des Angebots sein. „Wir punkten mit Flexibilität, weil es sehr aufwändig ist, gezielte Nachhilfe zu organisieren“, erklärt Jessica Contento. „Junge Fußballspieler können oft nicht starre Termine wahrnehmen, jede Woche zur selben Zeit. Bei uns kann man sich jederzeit gezielt mit einem bestimmten Lehrer verabreden. Auch Erfolgskontrolle ist bei uns über die Homepage leichter möglich.“

Eine Kontrolle, die Fortuna bei allen sportlichen Ambitionen tatsächlich wahrnimmt. Im NLZ gehört es zum Stellenprofil, dass sich jeder Trainer auch um die schulische Entwicklung der Jugendlichen kümmert. „Jedes halbe Jahr sammeln die Trainer die Zeugnisse ein, sehen sie sich an und leiten sie an die pädagogische Abteilung weiter“, berichtet Lasch. „Wir haben eine interne Datenbank, mit der wir über die Jahre auch eine Notenentwicklung verfolgen.“

Dahinter steckt die Einsicht, dass nicht aus jedem Jugendkicker ein Star werden kann. „Alle wollen Profis werden, aber die Eltern sagen zu Recht: Wir brauchen auch einen Plan B“, sagt Contento, und Lasch ergänzt: „Eigentlich sogar einen Plan A, denn von hundert NLZ-Spielern schaffen es vielleicht ein oder zwei, Profis zu werden.“ Für den großen Rest muss die Ausbildung stimmen.