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Fortuna Düsseldorf - So süffisant antwortet Rouwen Hennings auf die Frage nach dem Aufstieg​

Favorit in der neuen Saison? : So süffisant antwortet Hennings auf die Frage nach dem Aufstieg

Durch den Saison-Endspurt hat Fortuna gleichzeitig auch mit einer erhöhten Erwartungshaltung zu kämpfen. Daniel Thioune hat davor schon eindringlich gewarnt. Nun schlägt auch Rouwen Hennings in die gleiche Kerbe. Was er von der These hält, dass die Düsseldorfer bald Aufstiegsfavorit sein sollen.

Nach dem Spiel am Sonntag beim FC St. Pauli ist für die Düsseldorfer Profis erst einmal Abschalten angesagt. Nach dieser teilweise doch sehr nervenaufreibenden Saison ist dies auch bitter nötig. Nach einem gemeinsamen Brunch am Montag wird es für die Spieler in den Urlaub gehen. Rouwen Hennings wird mit der Familie beispielsweise auf Kreta urlauben.

Vorher reist er aber noch in seine alte Heimat zurück. Denn seine Geburtsstadt Bad Oldesloe ist nur eine gute halbe Stunde von Hamburg entfernt. „Ich reise quasi vor die Haustür“, sagt Hennings auf Nachfrage unserer Redaktion. „Meine Familie wird auch im Stadion sein. Für mich ist es natürlich immer schön, alte Bekannte wiederzutreffen.“

Für die Gastgeber wird es in dieser Partie sportlich um genauso wenig gehen wie für Fortuna. Die Hamburger sind zwar nur drei Zähler hinter dem Stadtrivalen HSV, die um 18 Treffer schlechtere Tordifferenz lässt eine mögliche Aufstiegschance jedoch auf null Prozent schrumpfen. Hennings erwartet dennoch eine gute Stimmung im Millerntor-Stadion. „Sie wäre bei einer Aufstiegschance natürlich nochmal ein Stück besser gewesen“, sagt er. „Aber ich erwarte dennoch, dass die Mannschaft von den Fans gefeiert wird – schließlich hat sie eine Bombensaison gespielt.“

Einen Freundschaftskick erwartet der Routinier von daher keineswegs. Beide Klubs wollen sich bestmöglich aus dieser Saison verabschieden. „Wir haben keinen großen Druck, aber wir wollen natürlich schon unsere Serie aufrechterhalten und mit einem guten Gefühl in die Sommerpause gehen“, sagt er. „Von daher müssen wir wieder an die Intensität der vergangenen Spiele anknüpfen, um das Spiel auf unsere Seite zu ziehen.“

Und Fortuna wird in der kommenden Saison wieder einen neuen Angriff auf die vorderen Plätze starten. Dennoch wird auch Demut gefragt sein – ein Selbstläufer ist die Zweite Liga noch nie gewesen. Und so antwortet Hennings auf die These eines Journalisten, dass die Düsseldorfer in der kommenden Spielzeit ein Favorit auf den Aufstieg seien, mit einem leicht sarkastischen Unterton.

„Ich würde jetzt erst einmal gern diese Saison zu Ende spielen. Dann würde ich empfehlen, abzuwarten, welche Vereine überhaupt künftig in der Zweiten Liga mitspielen. Das ist ja auch etwas, was man durchaus berücksichtigen sollte. Vielleicht gewinnt ein Präsident ja vorher noch im Lotto“, befindet er und ergänzt: „Und dann sollten wir gucken, was wir überhaupt für eine Mannschaft auf dem Platz haben. Und wenn man das alles weiß, kann man sich vielleicht irgendwann mal über andere Themen unterhalten. Ich bin zwar optimistisch, dass wir eine gute Mannschaft zusammenstellen werden. Aber ich freue mich jetzt erst einmal auf das letzte Saisonspiel und dann auf den Urlaub. Mit der neuen Saison habe ich mich noch gar nicht beschäftigt.“

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Vor allem die Zukunft von einigen wichtigen Stammspielern gilt es in den kommenden Wochen zu klären. Allen voran geht es in dieser Angelegenheit um Khaled Narey und Jordy de Wijs. Ersterer hat für sich selbst die Entscheidung getroffen, seinen Vertrag in Düsseldorf nicht verlängern zu wollen. Hennings: „Jeder Spieler hat seine Qualität – sonst wäre er nicht hier. Und jeder hat das Interesse, in einer guten Mannschaft zu spielen. Aber jeder hat natürlich auch sein eigenes Interesse, möglicherweise woanders einen besseren Vertrag zu unterschreiben. Das muss jeder für sich selbst abwägen.“

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