Fortuna Düsseldorf: So sollte Fortuna spielen - Bernd Jolitz vs. Patrick Scherer

Fortuna gegen Hoffenheim: So würden wir aufstellen

Wie wird Friedhelm Funkel seine Fortuna gegen Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr) aufs Feld schicken? Unsere Redakteure Bernd Jolitz und Patrick Scherer präsentieren ihre Vorschläge.

In der Partie am dritten Spieltag der Bundesliga muss die Fortuna auf vier Akteure verzichten: Andre Hoffmann (Gehirnerschütterung), Diego Contento (Kreuzbandriss), Aymen Barkok (Innenbandverletzung am Knie), Oliver Fink (Achillessehnenprobleme). Besonders der etwas überraschende Ausfall von Hoffmann zwingt Funkel zu einer Umstellung gegenüber der guten Partie in Leipzig. Die große Frage lautet, ob Funkel mit einer Vierer- oder Fünferkette spielen lassen wird.

Das ist die Wunschelf von RP-Redakteur Bernd Jolitz gegen Hoffenheim. Foto: RP/Lineup11

Es geht doch nichts über die gute, alte Devise: „Never change a winning team“. Okay, Fortuna hat in Leipzig nicht gewonnen, doch die starke Vorstellung beim 1:1 in Sachsen war doch so etwas wie ein gefühlter Sieg, und deshalb sollte Trainer Friedhelm Funkel auch so wenig wie möglich an der erfolgreichen Formation ändern. Hundertprozentig übernehmen kann er sie im Samstag-Spiel gegen die TSG Hoffenheim (15.30 Uhr, Arena) nicht, da Innenverteidiger Andre Hoffmann wegen einer Gehirnerschütterung ausfällt, doch hat Robin Bormuth schon häufig bewiesen, dass er seinen Job in der Abwehrzentrale zuverlässig erledigt.

Bormuths Beförderung in die Startelf brächte mit sich, dass Funkel bei der Fünfer-Abwehrkette bleiben könnte, die den Leipzigern so viele Probleme bereitete. Und da Hoffenheim einen ähnlichen Offensivstil zu spielen pflegt wie die Sachsen, wäre das sinnvoll. Wichtig wäre allerdings, dass Fortuna mit ihren vermeintlichen neun Defensivakteuren ebenso mutig aufspielt wie in Leipzig, dass nominelle Abwehrspezialisten wie Matthias Zimmermann oder Niko Gießelmann wieder mutig ihre Chance im Spiel nach vorn suchen. Wenn dann im Laufe der Partie offensive Joker wie Benito Raman oder Dodi Lukebakio zusätzlich Verwirrung bei den Hoffenheimern stiften, ist einiges drin.

Und das ist der Vorschlag von RP-Redakteur Patrick Scherer. Foto: RP/Lineup11

Ja, die Fünferkette hat in Leipzig gut funktioniert. Und ja, Robin Bormuth könnte den Ausfall von Andre Hoffmann sicher kompensieren. Dennoch glaube ich, dass ein 4-4-2 mit Ayhan und Kaminski in der Innenverteidigung gegen die Kraichgauer die bessere Lösung wäre. Die Hoffenheimer Außen, die im 3-5-2 zuletzt Nico Schulz und Pavel Kaderabek hießen, wären in den Händen von Matthias Zimmermann und Niko Gießelmann sicher gut aufgehoben.

Und so könnte dann mit zwei echten offensiv ausgerichteten Außenbahnspielern noch mehr Schnelligkeit ins Spiel kommen. Rechts sollte das bisher gut harmonierende Duo Zimmermann/Zimmer weiter wirbeln dürfen. Auf der linken Seite wäre es vielleicht die richtige Gelegenheit, mal Dodi Lukebakio ins Rennen zu schicken. Der 20-jährige Zugang brennt auf seinen ersten Einsatz in der Bundesliga. Zuletzt glänzte er bei der belgischen U21-Nationalmannschaft gegen Malta beim 4:0 mit einem Treffer und zwei Torvorlagen. Auch im Pokal – bei zugegeben schwachen Koblenzern – hat er sein Potential schon aufblitzen lassen. Lukebakio hätte die Chance verdient.

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