Von Ayhan bis Tah So sind die Ex-Fortuna-Profis in die EM gestartet

Düsseldorf · Die Endrunde der Fußball-Europameisterschaft ist knapp sechs Tage alt, jede der 24 teilnehmenden Mannschaften hat ihre erste Partie absolviert. Somit auch die sieben Profis, die früher einmal das Trikot der Fortuna getragen haben. Wir haben uns umgeschaut, wie es dem Septett ergangen ist.

Fußball-EM 2024: Sieben Ex-Spieler von Fortuna Düsseldorf dabei
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Diese Ex-Fortunen sind bei der EM in Deutschland dabei

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Foto: AP/Thibault Camus

Einen aktuellen Profi der Fortuna sucht man in den Kaderlisten der 24 Mannschaften, die an der Europameisterschafts-Endrunde teilnehmen, vergebens. Christos Tzolis und Isak Johannesson hätten die Chance gehabt, doch sie scheiterten mit ihren Nationalmannschaften Griechenlands beziehungsweise Islands ganz knapp in den Play-offs.

Sieben Spieler, die früher das Trikot der Fortuna getragen haben, sind allerdings beim Turnier in den deutschen Stadien am Start. Interessant dabei: Gleich sechs von ihnen haben am ersten Gruppenspieltag tatsächlich Einsatzzeit bekommen. Allerdings mit unterschiedlicher Dauer und unterschiedlichem Erfolg, wie unsere Übersicht zeigt. Lediglich der Däne Matthias „Zanka“ Jörgensen, mittlerweile in der Premier League beim FC Brentford unter Vertrag, blieb beim 1:1 gegen Slowenien auf der Bank.

Kaan Ayhan Es hätte der ganz große Tag des gebürtigen Gelsenkircheners werden können. Beim Stand von 0:0 zwischen der Türkei und Georgien traf der Mittelfeldspieler mit einem fulminanten Rechtsschuss den linken Innenpfosten, von wo der Ball fast parallel zur Torlinie aus der Gefahrenzone prallte. Doch trotz dieses Pechs nahm alles für Ayhan noch ein gutes Ende, denn „seine“ Türkei gewann ihr Auftaktspiel mit 3:1. Der 29-Jährige, der jetzt in Diensten von Galatasaray Istanbul steht, mischte 78 Minuten lang mit und machte ein gutes Spiel.

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Foto: dpa/Guido Kirchner

Robert Bozenik Der Mittelstürmer erlebte mit der slowakischen Mannschaft einen Traumstart. Völlig überraschend bezwang der Außenseiter den erklärten Gruppenfavoriten Belgien 1:0, und Bozenik war daran mit einer starken Vorstellung maßgeblich beteiligt. Der 24-Jährige, der mit Boavista Porto eine gute Saison in Portugals erster Liga hinter sich hat, stand in der Startelf und blieb zum EM-Auftakt 69 Minuten lang mit dabei.

Kevin Danso Stark gespielt und doch verloren – dieses Fazit musste der Innenverteidiger nach dem 0:1 mit Österreich gegen Topfavorit Frankreich ziehen. Der frühere Fortune zog sich in seiner ehemaligen Heimat, der Düsseldorfer Arena, sehr gut aus der Affäre und war völlig schuldlos an dem Nasenbeinbruch, den sein prominenter Gegenspieler Kylian Mbappé bei einem Zusammenprall mit ihm erlitt. Danso, dessen Arbeitgeber der französische Erstligist RC Lens ist, spielte komplett durch.

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Foto: Frederic Scheidemann

Dodi Lukebakio Des einen Freud ist des anderen Leid. Und so konnte es nur einen Gewinner geben, als der Außenstürmer mit Belgien auf Bozenik mit der Slowakei traf. Gemeinsam standen die beiden ehemaligen Düsseldorfer allerdings gar nicht auf dem Platz, da Bozenik nach 69 Minuten ausgewechselt wurde und Lukebakio erst in der 84. Minute auf den Rasen durfte. Daran lag es allerdings sicher nicht, dass der Belgier nach der 0:1-Niederlage sein Trikot mit Peter Pekarik statt mit Bozenik tauschte; mit Pekarik hatte er später gemeinsam bei Hertha BSC gekickt.

Jakub Piotrowski Die Fortuna-Vergangenheit des Mittelfeldspielers ist noch gar nicht so lange her, denn bis Ende Juli 2022 trug er ihren Dress, bevor er zum bulgarischen Serienmeister Ludogorets Razgrad wechselte. Bei der EM wurde er in Minute 78 für Polen gegen die Niederlande eingewechselt und hätte fast sogar den 2:2-Ausgleich erzielt. Da „Kuba“ jedoch mit Pech vergab, blieb es beim 2:1 für Oranje.

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Foto: Moritz Mueller

Jonathan Tah Der sechste Ex-Fortune hatte den spektakulärsten Start ins Turnier: Als Innenverteidiger der deutschen Nationalmannschaft landete er im Eröffnungsspiel am vergangenen Freitag einen 5:1-Erfolg gegen Schottland. Der heutige Leverkusener lieferte dabei eine blitzsaubere Vorstellung ab und stand über die komplette Spielzeit hinweg auf dem Platz. Am Mittwoch um 18 Uhr geht es für ihn und das DFB-Team mit dem Spiel gegen Ungarn in Stuttgart weiter.