Komplett-Verwandlung Mit diesem „Geheimnis“ ist Hendrix zur Fortuna gekommen

Düsseldorf · Er hat schon in der Champions League gespielt – mit Fortuna will er den Aufstieg in die Bundesliga schaffen. Jorrit Hendrix war im Sommer ablösefrei von Spartak Moskau gewechselt. Er brauchte etwas, um in Düsseldorf anzukommen. Jetzt erzählt er von einer ganz besonderen Geschichte.

Fortuna Düsseldorf: Neuzugang Jorrit Hendrix kommt von Spartak Moskau
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Das ist Jorrit Hendrix

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Foto: Achim Winkler

Scouts, die Jorrit Hendrix schon ein paar Jahre verfolgt haben, dürften sich vor einigen Monaten verwundert die Augen gerieben haben. Der Spielstil und die Rückennummer hatte sich nicht geändert, doch irgendwie stand da doch jemand ganz anderes auf dem Rasen. Was passiert war? Noch während seiner Zeit in Eindhoven war er ein Glatzkopf. Und nun? Pralles Haar und damit ein ganz anderes Aussehen.

Des Rätsels Lösung ist natürlich nicht so schrecklich kompliziert. Hendrix wurde erstmals 2020, in seiner letzten Saison bei PSV, am „Amsterdam Hair Institute“ und später in Istanbul behandelt. „Das gibt einem ein sichereres Gefühl“, sagt er. „Ich habe eine Weile darüber nachgedacht, denn das entscheidet man nicht mal eben so. Es begleitet dich den Rest deines Lebens.“

Voher und Nachher.

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Foto: Rheinische Post/Primus Meyer

Er habe, erzählt Hendrix, diesen Schritt keine Sekunde bereut. Hendrix sagt: „Ich fühle mich sehr gut. Ich habe niemals gewagt, von dem zu träumen, was ich jetzt habe.“ In den ersten Wochen nach der Behandlung konnte er nicht mit voller Kraft trainieren. Kopfbälle waren tabu, er musste einen Hut tragen, um sich vor der Sonne zu schützen.

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Foto: Frederic Scheidemann

Mit dem Eingriff geht er ganz natürlich um. Gab es Arbeitskollegen, die sich über den Mittelfeldspieler wegen der Behandlung lustig gemacht haben? „Ich bin immer sehr offen und ehrlich damit umgegangen, so hatte niemand eigentlich die Chance, mich auf den Arm zu nehmen", sagt er. „In der Saisonvorbereitung habe ich damals eine Wintermütze getragen, um mich zu schützen. So trainierte ich in den ersten Wochen bei dreißig Grad.“ Schönheit hat ihren Preis.

Sein damaliger Trainer war Roger Schmidt. Hendrix erzählte dem Coach von seinem Eingriff. Der nahm es angeblich total locker. „Schmidt hat mir erzählt, dass er bei Bayer Leverkusen auch einen Spieler hatte, der das bei sich gemacht hatte. Also ich bin auf sehr viel Verständnis getroffen.“

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Foto: Moritz Mueller

Mit dem Ergebnis ist er zufrieden. „Nur am Hinterkopf ist es etwas dünn geblieben, aber sie haben es wirklich bis zum Äußersten ausgereizt. So wie es ist, ist es völlig okay.“

Unlängst hat er unserer Redaktion noch ein anderes Geheimnis verraten. Die Geschichte hinter einem besonderen Ring, den er immer bei sich hat. „Es ist ein Familienring, darin ist die Asche von meinem verstorbenen Vater.“ Die ganze Geschichte dazu gibt es hier.

Bei Fortuna ist der Sportler Hendrix mittlerweile angekommen. Im Mittelfeld ist er gesetzt und hat sich immer mehr auf seine neuen Mitspieler eingestellt. „Es ist ein Prozess, es brauchte alles seine Zeit“, erzählt er. „Wir haben uns als Team stabilisiert. Natürlich läuft noch nicht alles rund. Aber wir sind auf einem guten Weg.“ Es wächst sozusagen etwas in Düsseldorf heran.

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