Fortuna Düsseldorf: So machte Trainer Friedhelm Funkel auf Steven Skrzybski Eindruck

Fortunas Zugang : So machte Funkel auf Skrzybski Eindruck

Fortunas neue Leihgabe ist vom Trainer und von Sportvorstand Lutz Pfannenstiel angetan. Das Bemühen des Klubs hat dem Angreifer imponiert. Im Trainingslager spricht der 27-Jährige über Stärken, Ziele und die Kaufoption.

Wenn Steven Skrzybski auf dem Platz steht, fällt aufmerksamen Beobachtern sofort etwas ins Auge: seine Waden. Und da der Angreifer diese besonders ausgeprägte Muskulatur bei den Profis des FC Schalke 04 zuletzt nicht mehr einsetzen durfte, hat er königsblau und weiß abgelegt und steht nun mit rotem Shirt und schwarzer Hose auf dem Trainingsplatz in Marbella. Im Rahmen des Trainingslagers in Südspanien erklärt Fortunas neuester Leihspieler seine Sicht auf die Dinge rund um den Wechsel. Skrzybski über...

...seinen Nachnamen: „Ich habe schon viele verschiedene Schreibweisen gesehen. Gesprochen wird er Skribski. Eigentlich ganz einfach, aber viele stolpern noch über das ,z’ und wollen es unbedingt noch mitsprechen. Es hat aber auch einige Jahre gedauert, bis ich ihn schreiben konnte (lacht).“

...den Ablauf des Transfers: „Wenn man gesehen hat, wie viel ich im vergangenen Jahr nur gespielt habe, dann war es sicherlich nicht verwunderlich, dass ich woanders hin wollte. Fortuna hat sich sehr viel Mühe gegeben. Zum Beispiel: Friedhelm Funkel hat sich an seinem 66. Geburtstag mit mir getroffen. Da hätte man bestimmt auch andere Sachen machen können. Auch Lutz Pfannenstiel hat sich sehr viel Mühe gegeben. So etwas erlebt man nicht alle Tage. Mit Benito Raman habe ich nur im Sommer über Düsseldorf gesprochen. Aber jetzt vor dem Wechsel nicht mehr. Da muss jeder seine eigene Entscheidung treffen. Aber er hat mir nach dem Transfer direkt geschrieben.“

...die Kaufoption: „Das ist eher eine Frage für Lutz. Ich weiß, was die möglichen Szenarien sind. Erstmal gilt der Fokus dem Klassenerhalt. Fortuna wäre auch eine Option, wenn das nicht gelingen sollte, aber damit möchte ich mich aktuell nicht befassen.“

...das Duell gegen Ex-Verein Union Berlin am letzten Spieltag: „Darüber habe ich mir keine großen Gedanken gemacht. Man kann sich viel ausmalen, aber im Leben kommt es meistens anders als man denkt. Bis dahin ist ja noch ein bisschen. Es wäre schön, wenn der Klassenerhalt früher feststeht.“

...seine Ziele: „Das oberste Ziel ist es, die Klasse zu halten. Es ist alles noch sehr eng da unten. Insgesamt ist die Liga sehr eng. Das hat man auch beim 3:3 von Fortuna auf Schalke gesehen. Die Mannschaft hat einen unglaublichen Willen. Und den gilt es für die Rückrunde zu bekräftigen. Persönlich will ich mehr Spielzeit, aber das ist ja nicht so schwer. Und als Stürmer will ich natürlich Tore schießen.“

...seine Stärken und Lieblingspositionen: „Ich bin nicht der größte Trickser auf dem Planeten, sondern eher zielstrebig und geradlinig. Vor einem Jahr hätte ich gesagt, dass ich ein klassischer Außenspieler bin. Auf Schalke durfte ich einiges ausprobieren. Da hat es auch als Achter ganz gut funktioniert. Aber ich glaube, dass ich besser bin, je näher es zum Tor geht. Ich kann flexibel sein und die Position auch im Spiel tauschen. Die tiefen Laufwege sind eine Stärke von mir. Ich versuche immer, schnell in den Rücken der Kette zu kommen.“