Höhen und Tiefen So läuft es bei Fortunas Leihspielern

Düsseldorf · Zwei Profis hat Fortuna aktuell an andere Klubs ausgeliehen, mit beiden hat sie in der Zukunft noch einiges vor: Nicklas Shipnoski und Jamil Siebert. Wie es den beiden derzeit ergeht, wie ihr Formtrend ist und welche schöne Aufgabe auf den Ex-Fortunen Jakub Piotrowski wartet.

Fortuna Düsseldorf: So lange laufen die Verträge
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So lange laufen die Verträge der Fortuna-Profis

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Foto: dpa/David Inderlied

Es ist schon besser gelaufen für Nicklas Shipnoski. Der Flügelstürmer, den Fortuna zu Beginn der vergangenen Saison für zwei Spielzeiten an den Zweitliga-Rivalen Jahn Regensburg ausgeliehen hat, macht aktuell mit seinem Klub ein ordentliches Tief durch. Besonders bitter für „Shippi“ war dabei der vergangene Freitagabend, als er mit dem SSV Jahn ausgerechnet bei Fortuna in der Arena 0:4 baden ging.

Diese Partie wäre eine gute Gelegenheit gewesen, um zu zeigen, dass Trainer Daniel Thioune nach Ablauf des Leihvertrags im Juni 2023 mit Shipnoski rechnen kann. Schließlich stehen die Leihspieler – zu denen im Moment neben dem Regensburger nur noch Jamil Siebert bei Viktoria Köln zählt – unter ständiger Beobachtung der Fortuna-Verantwortlichen, und ein guter Eindruck im direkten Duell hätte sicher Wirkung gezeigt.

Ein solcher gelang dem 24-Jährigen allerdings nicht. Shipnoskis einzige wirklich auffällige Aktion war ein Mittelfeld-Scharmützel mit Jorrit Hendrix; sportlich gelang ihm nicht viel. Immerhin stand er aber in den bisherigen sieben Pflichtspielen dieser Saison nie weniger als 70 Minuten für den SSV Jahn auf dem Platz, war somit stets in der Startelf. Nicht förderlich für ihn ist jedoch, dass seine Mannschaft nun bereits seit vier Spielen ohne Torerfolg ist, dabei nur einen Punkt und 0:11 Tore verbuchte. Davor waren es sechs Punkte und 5:0 Treffer aus zwei Partien, mit zwei Assists von „Shippi“.

Jamil Siebert dagegen steckt in einem kleinen Aufwärtstrend. Der 20-jährige Innenverteidiger ist an den Drittligisten Viktoria Köln ausgeliehen und hatte schon schwierige Momente in dieser Saison. Im Auftaktspiel bei Waldhof Mannheim sowie am fünften Spieltag beim SC Freiburg II verbrachte er jeweils die kompletten 90 Minuten auf der Bank. Gut für ihn persönlich allerdings, dass die Kölner beide Partien verloren.

Die Heimatklubs der Fortuna-Profis
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Foto: Moritz Mueller

Die verbleibenden vier Begegnungen fanden jeweils mit Sieberts Beteiligung statt, von 22 Minuten gegen Dynamo Dresden bis zu je 90 bei Rot-Weiss Essen und zuletzt gegen den TSV 1860 München. Viktoria holte mit Siebert zehn von zwölf möglichen Punkten, brachte Spitzenreiter 1860 mit dem 1:1 die ersten Punktverluste der Saison bei, und der junge Abwehrspieler erntete dabei sehr ordentliche Kritiken. Ein besonderes Highlight erwartet den U20-Nationalspieler nun am Mittwochabend: Dann spielt er um 20.45 Uhr in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Rekordmeister FC Bayern München und kann sein Können live in der ARD zeigen.

Zum Abrunden möchten wir aber noch einen Blick auf einen Spieler werfen, der Fortuna vor einigen Wochen sehr überraschend noch dauerhaft verlassen hat. Jakub Piotrowski ist nämlich beim bulgarischen Meister Ludogorets Razgrad ausgezeichnet eingeschlagen und hat auf europäischer Ebene in allen bisherigen vier Partien stets über die volle Zeit gespielt. Lediglich in der heimischen Liga, die Ludogorets klar dominiert, bekam er ein paar Verschnaufpausen.

Fortuna Düsseldorf: Diese Talente zogen zu anderen Klubs und wurden Profis
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Diese Talente zogen zu anderen Klubs

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Foto: imago sportfotodienst

In der Champions-League-Qualifikation ist „Kuba“ mit Razgrad zwar an Dinamo Zagreb gescheitert, dafür schafften die Bulgaren aber in zwei Play-off-Spielen gegen den litauischen Klub Zalgiris Vilnius den Einzug in die Gruppenphase der Europa League. Hier darf Piotrowski nun die Belohnung ernten – in einer hochinteressanten Gruppe mit AS Rom, Betis Sevilla und HJK Helsinki. Zum Auftakt geht es am Donnerstag nächster Woche (18.45 Uhr) gleich zu Hause gegen die „Roma“: Fortunas Fans wünschen dem in seiner Zeit in Düsseldorf stets hochengagierten „Kuba“ ganz sicher ein gutes Gelingen.

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