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Fortuna Düsseldorf: So kämpft der Vorstand um den Besuch von Familien im Stadion

Zum Regensburg-Spiel : So kämpft Fortuna um Familien im Stadion

Die Stadien füllen sich im Zeichen der Pandemie nicht mehr so automatisch wie früher. Um jeden Fan muss gekämpft werden, auch bei der Fortuna. Die Vereinsführung hat sich daher einige besondere Aktionen ausgedacht. Welche Idee bei Vorstand Christian Koke dahintersteckt, welche Gruppen davon profitieren.

Fußball ist kein Selbstläufer mehr. Selbst bei den ganz großen Klubs, den Zuschauermagneten wie Borussia Dortmund oder Bayern München, hatten die Eintrittskarten beileibe nicht den früher gewohnten reißenden Absatz, als sie nach dem Ende der Geisterspiele wieder auf den Markt kamen. Viele Zuschauer sind verunsichert, fühlen sich bei 2G- und 3G-Regelungen und immer wieder neuen Hygieneverordnungen im Zuge der Corona-Pandemie wie in einem Labyrinth.

Auch Fortuna musste sich etwas überlegen. Das zeichnete sich schon im ersten Heimspiel gegen Werder Bremen ab, als die damals zulässige Zahl von 18.000 Zuschauern (17.000 vollständig immunisierte plus 1000 negativ getestete Fans) nicht erreicht wurde – nur 12.850 kamen.

Noch deutlicher wurde das Problem im zweiten Heimspiel gegen Kiel. Dann hätten 25.000 kommen dürfen, aber nur 16.349 Besucher passierten die Eingangstore. Alles erklärlich wegen der Verunsicherung durch Corona, aber doch ein Grund zum Handeln.

Christian Koke hat sich deshalb mit seinem Team und den Vorstandskollegen ein ganzes Maßnahmenpaket überlegt. „Wir möchten mit verschiedenen Aktionen gleich mehrere Gruppen gezielt ansprechen und ein Gefühl der Sicherheit geben“, erklärt Fortunas Marketing-Vorstand. „Wichtig ist, dass wir jedem vermitteln können: Der Besuch im Stadion ist sicher, und man kann bei uns etwas erleben. Natürlich steht der Fußball im Mittelpunkt, und das wird immer so bleiben. Aber zum Beispiel Familien sollen auch rund um das Spiel noch weitere Angebote bekommen.“

Die wichtigste Änderung gegenüber den ersten beiden Heimspielen ist allerdings, dass es am Samstag zur Partie gegen Zweitliga-Spitzenreiter Jahn Regensburg zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie wieder Stehplätze geben wird. „Das war uns natürlich ganz wichtig“, sagt Koke, „und deshalb haben wir die auf der Südtribüne montierten mobilen Sitzplätze abgebaut, sobald das möglich war.“

Da zudem mit der neuesten Hygieneverordnung in NRW keine Abstandspflicht in Stadien mehr eingehalten werden muss, können Supporter-Pass-Inhaber auch zum ersten Mal die Plätze – also auch Stehplätze – kaufen, die sie auf ihren Pässen reserviert hatten. Für Zuschauer, die dennoch lieber Vorsicht walten lassen wollen, hat der Verein einige Blöcke auf Nord- und Osttribüne reserviert, in denen die alten Abstandsgebote gelten. 25.000 dürfen insgesamt kommen, nach der 3G-Regel.

Koke betont jedoch besonders das neue Angebot, das Fortuna am Samstag Familien macht. „Wir werden ab sofort bei jedem Heimspiel, das um die Mittagszeit stattfindet, etwas Besonderes auf die Beine stellen“, kündigt der Vorstand an. „So haben wir hinter der Nordtribüne einige Stände aufgebaut, Fußballgolf, Fußballdart und Menschen-Kicker können dort gespielt werden, und es gibt auch eine klassische Torwand. Besonders Familien sollen etwas erleben, und auch das Essensangebot dort haben wir danach ausgerichtet.“

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Wichtig jedoch auch, dass es ein neues Angebot für Zuschauer gibt, die aufgrund von körperlichen Einschränkungen nicht mehr weit gehen oder Treppensteigen können. Für sie gibt es jetzt in Block 14 Tickets für 15 Euro, zu denen unter anderem ein Parkplatz auf P1, ein Stellplatz für Rollatoren und ein eigener Empfang am Eingang gehören. Weitere Informationen dazu gibt Fortuna auf ihrer Internetseite.