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Fortuna Düsseldorf: So ist der Transfer von Jorrit Hendrix von Feyenoord Rotterdam und Spartak Moskau zusande gekommen

Zugang im Mittelfeld des Zweitligisten : Diese Klausel gibt es im Vertrag von Hendrix bei Fortuna

Er stand ganz oben auf dem Wunschzettel der Fortuna. Jorrit Hendrix hat bis Saisonende einen Vertrag beim Zweitligisten aus Düsseldorf unterschrieben. Was der 27-Jährige sagt. Was sich Sportvorstand Klaus Allofs von dem Mittelfeldspieler aus den Niederlanden erhofft. Alle Details zum Vertrag.

Es ist immer gut, einen Fürsprecher in den eigenen Reihen zu haben. So musste Sportvorstand Klaus Allofs im Prinzip nicht viele Worte finden, um Jorrit Hendrix seine neue Wirkungsstätte schmackhaft zu machen. Innenverteidiger Jordy de Wijs hatte das schon übernommen. Denn er und Hendrix sind seit Kindheitstagen eng miteinander befreundet. Haben in diversen Nachwuchsmannschaften der PSV Eindhoven zusammengespielt. Auf Einladung von de Wijs hatte sich Hendrix sogar schon ein Heimspiel angesehen.

„So etwas hilft natürlich immer. Jordy war auch in den vergangenen Tagen immer mal wieder kurz bei mir im Büro und hat gefragt, ob alles läuft“, erzählt Allofs. „Wir haben vor etwa zwei Wochen die Gespräche miteinander begonnen, und man hat recht schnell gemerkt, dass beide Seiten Lust auf die Zusammenarbeit haben.“

Der Vertrag ist zunächst nur bis Saisonende geschlossen – allerdings mit einer Option versehen. „Würden wir den Aufstieg in die Bundesliga schaffen, hätten wir die Möglichkeit, den Vertrag mit ihm zu verlängern“, verrät Allofs. „Andersherum muss man ganz klar sehen, woher Jorrit kommt. Er hat bei Spartak Moskau gespielt, zuletzt in der Eredivisie bei Feyenoord Rotterdam – er bewegt sich also in Erstligaverhältnissen. Entsprechend ist sein sportlicher Anspruch auch hoch.“

Damit der Deal mit Fortuna zustande kommen konnte, musste Hendrix zuvor sein Arbeitspapier mit Spartak Moskau auflösen. Hilfreich dürfte dabei für den Spieler die Sonderklausel des Weltverbands Fifa gewesen sein, die es Profis bei Klubs in Russland und der Ukraine wegen des Krieges ermöglichen, sich flexibel zu verändern. Fortuna muss also nur das Gehalt für Hendrix bezahlen und in der Regel noch einen gewissen Teil an den Spielerberater. Eine Ablöse oder Leihgebühr ist aber nicht fällig geworden.

„Jorrit wird unser Mittelfeld mit seinen Qualitäten und seiner Erfahrung ganz sicher verstärken und unserem Spiel zusätzliche Stabilität verleihen“, sagt Allofs. „Wir können durch ihn den Konkurrenzdruck erhöhen, das hilft am Ende allen weiter. Es sollen die besten Spieler auf dem Platz stehen.“ Für Cheftrainer Daniel Thioune bietet sich dadurch unter anderem die Möglichkeit, Ao Tanaka gezielter einsetzen zu können – und vor allem von einigen Aufgaben zu entlasten.

Thioune, so Allofs, habe der Verpflichtung von Hendrix zu einhundert Prozent zugestimmt. Mit 27 Jahren sei der Holländer in einem sehr interessanten Alter. „Wir haben ja immer gesagt, dass wir dem Trainer die bestmögliche Mannschaft mit unseren Möglichkeiten zur Verfügung stellen wollen“, befindet Allofs. „Jorrit hat sicherlich in sich, eine Führungsfigur zu sein. Aber wir brauchen nicht nur einen Anführer, sondern im Optimalfall sollte sich das auf viele Schultern verteilen.“

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Der Spieler selbst wird in einer Mitteilung mit den Worten zitiert: „Ich hatte viel Kontakt mit den Verantwortlichen der Fortuna und war von Beginn an sehr interessiert. Mit 27 bin ich in einem guten Alter für einen Fußballer – jetzt möchte ich gerne viele Minuten für einen tollen Verein spielen. In Düsseldorf habe ich die Chance dazu. Ich kenne die Stadt bereits und war auch schon bei einem Spiel im Stadion – die Atmosphäre war toll, und ich freue mich schon auf mein erstes Heimspiel.“

Die Chance dazu bekommt er wahrscheinlich schon am Sonntag (13.30 Uhr) gegen Fürth. Laut Allofs sei Hendrix zumindest in der Verfassung, um für den Kader nominiert zu werden. Am Donnerstag, als alle anderen Spieler frei hatten, trainierte er bereits auf dem Trainingsgelände. „Er war ja im Prinzip die ganze Zeit im Trainingsbetrieb drin“, sagt Allofs. „Nur in den vergangenen Tagen konnte er wegen der Gespräche in Moskau etwas weniger arbeiten.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Jorrit Hendrix