Gesellschaftliches Engagement So hilft die Traditionsmannschaft nicht nur Fortuna

Düsseldorf · Häufig machen sich die Fans jener Klubs, die erst seit wenigen Jahren auf der Bühne des Profifußballs stehen, über Vereine mit langer Geschichte lustig. Deren Anhänger, so der Vorwurf, führten den Begriff „Tradition“ nur als Worthülse im Munde. Ein Team der Fortuna beweist das Gegenteil.

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Foto: Horstmüller

Als Fortuna in den 1970er-Jahren zweimal in Folge Dritter in der Abschlusstabelle der Fußball-Bundesliga wurde, zweimal den DFB-Pokal gewann und einmal im Finale um den Europapokal der Pokalsieger stand, krebste die TSG Hoffenheim noch in der Niederungen der baden-württembergischen Provinz herum. Und Leipzig? Dort spielte die Lokomotive zwar dank ihrer Erfolge in der DDR-Oberliga ebenfalls im Europapokal, aber ein Projekt namens Rasenball existierte nicht einmal als flüchtiger Gedanke von österreichischen Jungunternehmern.

Die Düsseldorfer Mannschaft jener 1970er-Jahre war die Keimzelle der Truppe, die heute unter dem Namen „Traditionsmannschaft“ regelmäßig trainiert und immer wieder zu Freundschaftsspielen und Turnieren antritt. Der damalige und inzwischen leider verstorbene Trainer Heinz Lucas pflegte auch nach dem Ende der Karrieren das Team mit dem ursprünglichen Namen „Fortuna 70“.

Dieser Ehrentitel wäre mittlerweile nicht mehr zutreffend, da die Heroen der damaligen Ära selbst in die Jahre gekommen sind und zum Teil nicht mehr aktiv gegen den Ball treten können. Was freilich nicht heißt, dass Legenden wie Wilfried Woyke, Egon Köhnen oder Gerd Zewe nicht immer noch im Umfeld des Vereins zu sehen sind und die Spiele der verschiedenen Mannschaften gern besuchen.

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Foto: dpa/David Inderlied

Was aber noch wichtiger ist: Neben der Tradition hält Fortuna auch den Begriff der sozialen Verantwortung hoch, neudeutsch CSR genannt. Und so verbindet die Traditionsmannschaft Geschichtsbewusstsein mit Einsatz für die Gesellschaft und tritt oftmals in Spielen oder Turnieren für einen guten Zweck an.

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Foto: Christof Wolff

Ihr nächster Auftritt dieser Art steht am Samstag, 25. März, um 15 Uhr an. Im Rahmen eines Benefizspiels treffen die etwas älteren Fortunen dabei auf eine Mannschaft von Mettmann-Sport; ausgetragen wird die Begegnung über zweimal 40 Minuten auf der Anlage des Kontrahenten an der Hasselbeckstraße 6 in Metzkausen. Sämtliche Einnahmen kommen dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst (AKHD) in Düsseldorf zugute. Dieser unterstützt und begleitet lebensverkürzend erkrankte Kinder und Jugendliche sowie deren Angehörige.

Welche Spieler am 25. März genau in Aktion zu bewundern sind, wird sich erst kurzfristig entscheiden, da das Traditionsteam, das jeden Montag am Flinger Broich trainiert, über einen großen Kader verfügt. Zu diesem gehört unter anderem der langjährige Abwehrchef und heutige U19-Trainer Jens Langeneke, der auch beim Treffen der Mannschaft beim Zweitligaspiel gegen den 1. FC Heidenheim (1:1) am vergangenen Samstag in dabei war. Mehr als 20 Kicker trafen sich dazu in der Arena, zum Beispiel auch Dieter Brei, Egon Köhnen und Wilfried Woyke.

In Mettmann gibt es dann bei einer großen Tombola auch viele interessante Preise zu gewinnen. Dazu stehen vor allem für die jüngeren Anhänger Mitmachaktionen an. Der Eintritt ist gratis – es wird allerdings um Spenden gebeten. Wer schon jetzt spenden möchte, ist herzlich dazu aufgerufen bei folgenden Spendenkonten.

Deutscher Kinderhospizverein e.V. – Stadtsparkasse Düsseldorf, Iban DE95 3005 0110 1004 7816 37 oder Deutsche Bank, Iban DE21 3007 0024 0114 4880 00.