Bei internationalen Einsätzen So haben sich Fortunas Nationalspieler geschlagen

Düsseldorf · Am Samstag geht es für die Düsseldorfer in der Zweiten Liga weiter. Erst am Donnerstag wird Trainer Daniel Thioune jedoch seinen Kader wieder beisammen haben, weil einige Spieler noch auf internationalen Touren unterwegs sind. Wie viel das Quintett zum Einsatz kam. Welche Erfolge es gab.

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Foto: Moritz Mueller

Ao Tanaka hat bei den deutschen Fußballfans natürlich den nachhaltigsten Eindruck hinterlassen. Der 25-Jährige war allerdings auch der einzige der fünf Fortuna-Nationalspieler, der mit seiner Auswahl auf eine DFB-Elf traf. Mit Japan beendete er nicht nur die Zeit von Hansi Flick als Bundestrainer, sondern drückte dem deutschen Desaster auch noch höchstpersönlich mit seinem Kopfball zum 4:1-Endstand in Wolfsburg den Stempel auf.

Auch der zweite Einsatz Tanakas verlief erfolgreich, in einer Hinsicht sogar noch deutlicher als der erste gegen Deutschland. Beim 4:2-Sieg am Dienstag gegen die Türkei, ausgetragen im belgischen Genk, stand der gegen das DFB-Team nur eingewechselte Mittelfeldspieler die volle Zeit auf dem Rasen und führte seine Elf sogar als Kapitän aufs Feld.

Tanaka wird also mit frischem Selbstbewusstsein und zudem mit sehr kurzer Anreise zu Fortuna zurückkehren. Ein gewaltiger Vorteil gegenüber sonstigen Reisen mit der japanischen Auswahl, die oft nach Fernost führen. Sein Landsmann Takashi Uchino hatte es da schon ein wenig weiter: Er absolvierte mit Japans U22 ein Qualifikationsturnier zum U23-Asien-Cup in Bahrain. Nach einem 6:0 gegen Pakistan (mit Uchino über 90 Minuten im Team), einem 1:0 gegen Palästina (Uchino in den letzten zehn Minuten dabei) und einem 0:0 gegen den Gastgeber wurde Japans Nachwuchs Gruppensieger.

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Foto: dpa/Marius Becker

Fortuna kann aber auch einen internationalen Torschützen präsentieren, sogar zu einem spielentscheidenden Treffer. Außenstürmer Christos Tzolis erzielte diesen, zum 1:0-Sieg von Griechenlands U21 im EM-Qualifikationsspiel in Andorra. Der 21-Jährige traf in der 49. Minute und wurde erst in der Nachspielzeit ausgewechselt, um Sekunden von der Uhr zu nehmen.

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Foto: Frederic Scheidemann

Als erster der fünf Düsseldorfer hatte Isak Johannesson sein internationales Programm beendet. Bereits am Montagabend bestritt Islands A-Auswahl ihr zweites EM-Qualifikationsspiel dieser Phase, bezwang dabei Bosnien-Herzegowina durch einen späten Treffer des früheren Augsburgers Alfred Finnbogason 1:0. Johannesson kam nicht zum Einsatz, hatte aber am Freitag zuvor bei der 1:3-Pleite der Isländer gegen Luxemburg als Einwechselspieler (ab der 79. Minute) die Vorlage zum zwischenzeitlichen 1:2 gegeben.

Bliebe noch Jamil Siebert – der Innenverteidiger durfte sein Debüt in der deutschen U21-Mannschaft feiern. Beim 2:0 im Testspiel gegen die Ukraine am vergangenen Freitag wurde der 21-Jährige zur Pause eingewechselt. Vier Tage später kam er dann beim 3:0-Sieg zum Auftakt der EM-Qualifikation im Kosovo nicht zum Einsatz; Sieberts Zeit im wichtigsten Nachwuchsteam des DFB hat aber ja gerade erst begonnen.

(jol)