Fortuna Düsseldorf: So erklären die Fortunen Niederlage beim FC Augsburg

Nach dem 0:3 in Augsburg : So erklären die Fortunen die Niederlage

Es war zu wenig, was Fortuna Düsseldorf beim Bundesligaspiel beim FC Augsburg anbot. Das 0:3 ging am Ende in Ordnung. Das sahen auch die Beteiligten ein.

Fortuna verliert das wichtige Spiel gegen einen „Gegner auf Augenhöhe“, wie Friedhelm Funkel vor der Partie den FC Augsburg bezeichnet hatte. Danach musste er konstatieren, dass die bayrischen Schwaben momentan nicht auf Augenhöhe sind. Das 0:3 aus Düsseldorfer Sicht war verdient, weil die Fortunen das gesamte Spiel über – vor allem aber in der ersten Halbzeit – in allen Belangen eine zu hohe Fehlerquote hatten. Das versuchte nach der Partie auch keiner der Beteiligten schönzureden. Sollten der SC Paderborn (bei Borussia Mönchengladbach) und der 1.FC Köln (bei Eintracht Frankfurt) am Mittwoch gewinnen, droht sogar der Sturz ans Tabellenende. Sportvorstand, Trainer und Kapitän stellten sich nach der Niederlage.

Lutz Pfannenstiel „Es war eine schlechte Mannschaftsleistung. Wir haben nicht das umgesetzt, was der Trainer als Aufgabe mitgegeben hat. Wenn dann noch individuelle Fehler hinzukommen, kannst du in Augsburg nichts gewinnen“, sagte der Sportvorstand. „Augsburg hat einen positiven Lauf, das Momentum. Wir haben genau das Gegenteil. Es war ernüchternd. Es war schwach. Wir haben jetzt genau vier Tage Zeit, um das Ganze zu analysieren und den Schalter irgendwie umzulegen. Das geht nur über den Mannschaftsgeist. Man kann heute keinen Spieler herausheben, der besser oder schlechter als der andere war. Das war als Gruppe einfach nicht gut. Mit solch einer Leistung können wir auch gegen Union Berlin nicht bestehen.“

Friedhelm Funkel „Wir haben uns das anders vorgestellt. Vor allem in der ersten Halbzeit. Da hat man den Unterschied gemerkt, zwischen einer Mannschaft, die in den vergangenen fünf Spielen vier Mal gewonnen hat, und einer Mannschaft, die zuletzt nicht ganz so erfolgreich war“, sagte der 66-Jährige. „In der zweiten Halbzeit haben wir es ein bisschen besser gemacht. Wir haben verdient verloren, aber auch zwei, drei Schiedsrichterentscheidungen hinnehmen müssen, die nicht positiv für uns waren. Als Kownacki weggestoßen wird, ist das ein klarer Elfmeter für uns. Vor dem 0:3 war es auch kein Freistoß. Das soll keine Entschuldigung sein, aber das ist nun mal Fakt. Es wird jetzt wichtig sein, die Ruhe zu bewahren und die richtigen Schlüsse zu ziehen.“

Oliver Fink „Das war sehr enttäuschend. Es hat nicht viel gepasst bei unserer Leistung. Augsburg hat keine Wunderdinge fabriziert, aber wir haben es nicht geschafft, hinten geordnet herauszuspielen oder vernünftig auf den zweiten Ball zu spielen. Und dann war noch das Spielglück auf der anderen Seite. Das war von vorne bis hinten ein gebrauchter Tag“, sagte der Kapitän. „Das Problem war das wir von hinten herausspielen wollten, aber andere den Plan hatten, auf den zweiten Ball zu spielen. Dann wird das Feld zu groß und es ist schwer, Anspielpartner zu finden. Wir müssen jetzt eine Einheit werden. Die Fans leben uns das vor. Wir müssen zeigen, dass wir alle eine Idee haben, einen Plan.“

Nun gilt die volle Konzentration auf das letzte Hinrundenspiel am Sonntag gegen Union Berlin (15.30 Uhr). Die einhellige Meinung: Da müssen jetzt drei Punkte her, egal wie.