3:1 gegen Aue So bewertet Trainer Thioune Fortunas Sieg

Düsseldorf · Mit dem 3:1 über Erzgebirge Aue verlassen die Düsseldorfer den Relegationsplatz 16. Einige Phasen im Spiel überzeugen dabei schon richtig, andere machen noch nachdenklich. Was der Trainer davon hält und welche Schlüsse er daraus zieht.

Fortuna Düsseldorf: Diese Noten haben wir im Duell gegen Erzgebirge Aue den F95-Spielern gegeben
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Diese Noten haben wir und die Fans den Fortuna-Profis gegeben

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Foto: Frederic Scheidemann

Daniel Thioune nahm es von der pragmatischen Seite. „Es gab immer noch Phasen, in denen es uns an Ruhe gefehlt hat, in denen wir verpasst haben, ein Tor nachzulegen, in denen die Spielkontrolle fehlte“, sagte der Trainer von Fortuna Düsseldorf. „Aber ist doch super! Dann weiß ich wenigstens, woran ich noch arbeiten muss.“

So kann man einen Sieg auch zusammenfassen. Nicht irgendeinen Sieg, versteht sich: Mit dem 3:1 über den FC Erzgebirge Aue schaffte es Fortuna zum ersten Mal in dieser immerhin schon 23 Spieltage alten Saison, zwei Partien in Folge zu gewinnen. Obendrein sprangen die Düsseldorfer vom Relegationsplatz 16 auf Rang 13 – kein Wunder also, dass ihr Trainer das Geschehen mit einem Schmunzeln kommentieren konnte.

Nicht einmal fünf Minuten waren gegen Aue gespielt, als Khaled Narey eine Flanke scharf nach innen zog – Rouwen Hennings versenkte mit dem Kopf unhaltbar zum 1:0. In den folgenden Minuten brannten die Gastgeber ein Feuerwerk ab, da sie natürlich auch erkannt hatten, dass dieser Treffer ihren angeschlagenen Gästen ins Mark gefahren war. Das einzige Manko: Fortuna versäumte es nachzulegen.

Große Möglichkeiten von Narey, Daniel Ginczek, Jakub Piotrowski und Jordy de Wijs blieben ungenutzt, und so gab der Pausenstand von 1:0 bei einem Chancenverhältns von 8:2 nicht einmal annähernd die Überlegenheit der Rot-Weißen wieder. Immerhin: Sie verdienten sich immer wieder den Szenenapplaus ihrer Fans, und das war in den vergangenen Monaten selten genug.

Das sagen die Fortunen zum zweiten Sieg in Folge
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Das sagen die Fortunen zum zweiten Sieg in Folge

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Foto: Frederic Scheidemann

Das 2:0 schien dann schon die Entscheidung zu sein – ein Elfmeter, der Thiounes Respekt weckte. „Hut ab, wenn ein Torjäger wie Rouwen Hennings seinen Kollegen schießen lässt, damit der sein erstes Saisontor machen kann“, lobte der Coach. Ginczek war der Profiteur, aber noch durfte nicht abschließend gefeiert werden. Dafür bedurfte es noch eines sehenswerten Hackentreffers von Hennings nach Hereingabe von Narey.

Zwischendurch nämlich hatten die Gastgeber wie aus dem Nichts den Anschlusstreffer Prince Owusus kassiert, doch auch der brachte Thioune nicht übermäßig aus der Ruhe: „Uns fehlt einfach noch die Sicherheit und Stabilität, so ein Spiel zu finalisieren.“ Die Betonung legte der 47-Jährige dabei eindeutig auf „noch“.

Fortuna - Aue: die Bilder des Spiels
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Foto: Frederic Scheidemann
Düsseldorf jubelt mit Torschütze Rouwen Hennings (2.v.r.).

Düsseldorf jubelt mit Torschütze Rouwen Hennings (2.v.r.).

Foto: dpa/Roland Weihrauch

Vorrang hatten die Punkte, die der Trainer als „überlebenswichtig“ bezeichnete, da auch die Konkurrenz punktete. Aber vielleicht muss Fortuna ja gar nicht mehr so lange auf den Abstiegskampf schauen. Mittelfeldspieler Jakub Piotrowski, neben Marcel Sobottka, Narey und Hennings einer der größten Trümpfe an diesem Tag, fasste zusammen: „Wir können glücklich sein und haben auch ein bisschen Spaß gehabt.“ Stimmt irgendwie.