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Fortuna Düsseldorf: So bereitet sich Fußball-Zweitligist F95 auf die Corona-Einschränkungen vor

Was Fans jetzt wissen müssen : So bereitet sich Fortuna auf neue Corona-Einschränkungen vor

Die Landesregierung NRW plant, Zuschauerzahlen bei Großveranstaltungen drastisch zu reduzieren. Viele Fußballvereine haben nun bereits verkaufte Tickets storniert. Wie sich Fortuna auf die Einschränkungen vorbereitet und mit welchen finanziellen Verlusten Vorstandsboss Thomas Röttgermann rechnet.

Fortuna Düsseldorf hat in einer Mitteilung erklärt, den Vorverkauf für die Partie gegen den FC St. Pauli am 11. Dezember (20.30 Uhr) zu stoppen. Anders als andere Klubs in Nordrhein-Westfalen hat man die bereits verkauften Tickets nicht komplett storniert. Der Grund ist recht simpel – bei Zweitligist F95 geht man nämlich davon aus, bisher nicht mehr Kontingent verkauft zu haben, als selbst in der reduzierten Stadionauslastung erlaubt sein wird.

Dass Zuschauer-Beschränkungen wieder eingeführt werden, steht schon vor den Beratungen der Politik am Donnerstag fest. Nur wie genau? Noch unklar. In Bayern soll es künftig wieder Geisterspiele geben, während Hessen ein Viertel der Kapazität freigeben will. Das sind jedenfalls die Ankündigungen der Ministerpräsidenten vor den neuerlichen Bund-Länder-Beratungen. Stand jetzt wird an deren Ende mit Blick auf den Profisport ein Flickenteppich herauskommen. Doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass alles auch ganz anders kommen kann.

Fortunas Vorstandschef Thomas Röttgermann war sofort klar, dass die Bilder vom Derby zwischen Köln und Gladbach dem Fußball vor die Füße fallen würde. „Es war nicht klug, so kurzfristig noch eine Maskenpflicht anzuordnen, die der Verein in so kurzer Zeit gar nicht seriös umsetzen konnte“, sagt Röttgermann im Gespräch mit unserer Redaktion. „Dazu gab es in Leipzig ein Geisterspiel, in Köln dagegen volle Hütte – dieser Unterschied war zu krass, da war es klar, dass es eine Reaktion geben musste.“

Bei Ligaspielen fasst die Düsseldorfer Arena rund 52.000 Zuschauer. Von einer solchen Auslastung kann man derzeit indes nur träumen. Spitzenwert waren in dieser Saison bislang 22.458 Zuschauer gegen Karlsruhe. „Gegen den FC St. Pauli hätten wir uns tatsächlich noch etwas mehr ausgerechnet. Natürlich trifft uns das auch wirtschaftlich empfindlich“, sagt Röttgermann. „Pro 10.000 Zuschauer weniger verlieren wir etwa 150.000 bis 200.000 Euro.“

Immerhin: der Ball rollt weiter. Und Röttgermann plädiert auch nicht ganz überraschend dafür, dass das so bleibt. „Ich halte wenig davon, jetzt quasi proaktiv eine Fußballpause zu machen“, sagt er. „Ein Fußballspiel ist im Freien und unterliegt alleine schon dadurch anderen Voraussetzungen, wie wenn man ein Restaurant oder Klub besucht. Wenn in Fußballstadien wissentlich Regeln nicht eingehalten würden und es dadurch zu einer massiven Weiterverbreitung käme, dann wäre ich sofort dafür, dass wir den Betrieb runterfahren. Aber dafür gibt es aktuell überhaupt keine Indikationen.“

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Unterstützung bekommt Röttgermann von vielen Kollegen aus der Branche. Der Geschäftsführer des FC Augsburg, Michael Ströll, kritisierte Forderungen unter anderen von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), bis Jahresende wieder auf Geisterspiele zu setzen. „Geisterspiele finde ich nicht verhältnismäßig, weil wir den Infektionsschutz unter den bisherigen Voraussetzungen und den bestehenden Hygienekonzepten, die weltweit als vorbildlich eingestuft werden, gut umsetzen können“, teilte Ströll mit.

Söder hatte zuvor vorgeschlagen, die kommenden Spieltage auf Zuschauer in den Profiligen zu verzichten. „Wir versuchen, das nochmal deutschlandweit umzusetzen, wir würden aber in Bayern da an der Stelle auch einen Alleingang machen“, hatte er gesagt.

Für das Auswärtsspiel von Fortuna in Darmstadt am Freitag (18.30 Uhr) gilt die 2G-Regel (geimpft/genesen). Die Kontrolle erfolgt am Eingangsbereich durch das Ordnungsamt. Dabei sollte der Nachweis am besten digital in der Corona-Warn- oder der CovPass-App hochgeladen sein. Kinder bis sechs Jahre benötigen keinen 2G-Nachweis, für Schülerinnen und Schüler reicht das Vorzeigen des Schülertestheftes. Im Stadion – auch auf den Sitz- und Stehplätzen – muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, teilt Fortuna mit.

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