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Fortuna Düsseldorf sieht kein Problem mit rechten Fangruppen

Fortuna Düsseldorf : "Keine rechtsradikalen Gruppierungen in der Fangemeinde"

Die Frankfurter Polizei hat während der Krawalle im Fanblock von Fortuna Düsseldorf im Spiel beim FSV Frankfurt (0:0) vier Personen wegen Körperverletzungsdelikten vorübergehend in Gewahrsam genommen. Der Verein gab am Sonntagnachmittag eine erste Stellungnahme.

Das bestätigte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Frankfurt/Main am Sonntag. Nach gut einer halben Stunde der sportlich schwachen Partie war es zu Auseinandersetzungen unter den Anhängern des Fußball-Zweitligisten aus Düsseldorf gekommen. "Möglicherweise ging es um ein Plakat oder ein Banner, das die einen wollten und die anderen nicht", sagte der Sprecher: "Da mussten wir eingreifen."

Während der Massenschlägerei zwischen beiden Gruppen waren "Nazis raus!"-Rufe zu hören, die Polizei schritt massiv ein. Laut Auskunft der Stadionwache wurden zudem die Personalien einiger Randalierer festgestellt. Der Gästeblock des Stadions am Bornheimer Hang war mit rund 3000 mitgereisten Fans aus dem Rheinland gefüllt.

Erst unmittelbar vor Spielbeginn erreichte die Fortuna-Fanklubs offenbar die Information, dass "erneut die Fahne der faschistischen Ultra- und Hooligangruppe 'Frente Atletico' (Atletico Madrid) von Mitgliedern der 'Bushwhackers' Düsseldorf aufgehangen wurde, hieß es in einer Erklärung mehrerer Fortuna-Fanklubs.

Erste Stellungnahme vom Verein

"Wir haben immer versucht zu verhindern, was heute passiert ist. Von Hooligans verschiedener Couleur körperliche Gewalt zu erfahren, gehört nicht zu unserer Vorstellung von Fankultur und einem erfolgreichen Spieltag", teilten die Fanklubs in einer Stellungnahme mit.

Beleidigungen und Drohungen, "die bis zu Mord und Vergewaltigung reichen, gibt es seit Wochen und Monaten in beängstigender Regelmäßigkeit", teilten die Fanklubs mit: "Dennoch — oder gerade deshalb — haben wir immer gehofft, ohne körperlichen Schaden Lösungen und Fortschritte herbeiführen zu können."

Der Verein reagierte am Samstagabend und teilte mit, es gebe "in der eigenen Fangemeinde keine organisierten rechtsradikalen Gruppierungen oder Gruppierungen, die von Rechtsradikalen unterwandert sind". Und fügte hinzu: "Grundsätzlich verurteilt der Verein jegliche Art von Gewalt. Fortuna Düsseldorf ist ein grundsätzlich politisch neutraler und toleranter Verein, der sich diese Toleranz auch innerhalb der eigenen Fanszene wünscht. Daher geht der Club konsequent gegen diejenigen Menschen vor, die Mitmenschen durch bedrohende oder angstschürende Handlungen einschüchtern möchten. Ein solches Verhalten wird vom Verein nicht toleriert".

Hier geht es zur Bilderstrecke: Ärger im Fortuna-Block

(sid)