Fortuna Düsseldorf: Samstag das Spiel eins nach Friedhelm Funkel

Am Samstag gegen Eintracht Frankfurt : Fortuna vor Spiel eins nach Friedhelm Funkel

Winterzugang Valon Berisha ist für den neuen Trainer Uwe Rösler im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt bereits eine Option. Von seiner Mannschaft ist der 51-Jährige bislang beeindruckt.

Auf den ersten Blick wirkt Uwe Rösler entspannt, ja fast gelöst. Sehr positiv sei sein erster Eindruck von der Mannschaft gewesen, sagt der neue Chefcoach von Fortuna Düsseldorf. „Da lacht ein Trainerherz“, fügt der 51-Jährige noch an und zeigt dazu die passende fröhliche Miene. „Alle sind sehr willig, alle wollen sich zeigen.“ Wenig später gewährt er dann aber doch einen kleinen Blick in die Tiefe. „Der Trainerwechsel war eine harte Nummer für alle Beteiligten“, gibt Rösler mit Blick auf die Trennung von Trainerlegende Friedhelm Funkel am Mittwoch zu. „Wie die Mannschaft innerhalb kürzester Zeit auf Professionalität umgeschaltet hat, war schon beeindruckend für mich.“

Viel Zeit blieb allerdings auch nicht. Schon am Samstag um 15.30 Uhr wartet die nächste schwere Aufgabe auf den Tabellenletzten, in der eigenen Arena gegen Eintracht Frankfurt. Die Hessen sind so etwas wie die Mannschaft der Stunde, seit sie Spitzenreiter Leipzig vor Wochenfrist beim 2:0 gründlich entzauberten. 14 Einzelgespräche habe er bis zum Freitagmittag bereits geführt, um seine Schützlinge auf diese Partie und auch auf die kommenden Aufgaben einzuschwören. „Und ich werde auch noch mit allen anderen im Kader sprechen“, kündigt Rösler an. Dass die Mentalität in der Truppe „sehr ordentlich“ sei, hat er allerdings schon jetzt festgestellt.

Der gebürtige Thüringer will den Zuschauern ein attraktives Spiel bieten; dafür wurde er geholt, da Funkel in den Augen etlicher Anhänger und vor allem denen der Klubführung zu vorsichtig agieren ließ. Ein wichtiger Schlüsselspieler ist dabei Valon Berisha, 26-jähriger Nationalspieler aus dem Kosovo, den Sportvorstand Lutz Pfannenstiel von Lazio Rom auslieh. Mit Kaufoption, wobei diese sicherlich nur im Falle des Klassenerhalts zum Tragen kommen könnte. „Valon ist fit, er hat für Lazio auch im Pokal gespielt“, erklärt Rösler, „er ist eine Option.“

Da der Trainer das ausdrücklich auch für Regisseur Kevin Stöger versichert, könnte Fortunas Mittelfeld deutlich anders als zuletzt aussehen. Ob das auch schon für den Gesamtauftritt des Schlusslichts gilt, bleibt abzuwarten. Da er seine Systemvorstellung schwerlich in nur zwei Trainingseinheiten vermitteln kann, wird am Samstag vieles über Emotionen funktionieren müssen. Und damit kennen sie sich in Düsseldorf seit Mittwoch ja bestens aus.