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Fortuna Düsseldorf: Rouwen Hennings soll gegen Regensburg zum Erfolg führen

Am Sonntagmittag gegen Regensburg : Hennings soll Fortuna zum Erfolg führen

Der Torjäger ist zurück: Am Sonntagmittag gegen Jahn Regensburg kann Rouwen Hennings wieder im Fortuna-Trikot auflaufen. An seiner Seite hat Kenan Karaman die besten Chancen auf einen Einsatz.

Wie wichtig Rouwen Hennings für Fortuna ist, merkt man oft erst, wenn er einmal nicht dabei ist. Dann fehlt dem Bundesliga-Absteiger sein Fixpunkt im Angriff, der erste Verteidiger gegen den Spielaufbau des Gegners, die Anspielstation, der Ballfestmacher, nicht zuletzt der Torjäger. Der Spieler eben, der den Unterschied ausmacht im engen Kräftemessen der 2. Fußball-Bundesliga.

Die Düsseldorfer mussten diese Ohne-Hennings-Erfahrung zuletzt wieder einmal machen, bei der 1:2-Niederlage bei Holstein Kiel. Und es war erneut eine bittere Erfahrung. Als Ersatz für Hennings, der an einem Bluterguss in der Wade laborierte, fungierte dort in Kenan Karaman alles andere als ein Unbekannter, ein international erfahrener Angreifer sogar; doch ohne Fortunas Fixpunkt lief der türkische Nationalspieler umher wie ein aufgescheuchtes Huhn.

Umso wichtiger, dass Trainer Uwe Rösler am Sonntagmittag (13.30 Uhr) im Geister-Heimspiel gegen Jahn Regensburg wieder auf Hennings zählen kann. „Rouwen ist ein Leader“, betont Rösler, „und es ist wichtig, dass man seine Leader dabei hat. Es gibt auch den anderen Spielern viel Selbstvertrauen, wenn sie wissen: Die Topspieler sind dabei.“ Und dass er voll dabei ist, bewies er nach seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining am Donnerstag. „Rouwen ist definitiv eine vollwertige Option gegen Regensburg“, versichert der Chefcoach. „Er strotzt vor Fußballlaune, er hatte die Reha wirklich satt. Im Training war er richtig ballgeil, hat sich richtig gut präsentiert.“

Allein schon von seiner Spielweise her garantiere der 33-Jährige Tore, meint Rösler. „Rouwen definiert sich auch darüber. Wir als Mannschaft müssen es einfach schaffen, ihn so zu füttern, dass er die Möglichkeit bekommt, unser Unterschiedsspieler zu sein.“ Wobei sich natürlich angesichts von bisher nur vier Fortuna-Treffern in vier Pflichtspielen der Saison die Frage stellt, wer den Norddeutschen mit den entsprechenden Zuspielen füttern kann – aus dem Mittelfeld, aber auch als unmittelbarer Nebenmann.

Eine Option dabei ist Kristoffer Peterson. „Wir haben ihn im Testspiel gegen Borussia Mönchengladbach gleich reingeworfen“, sagt der Trainer. „Sein Feedback war, dass es hier im Training schon ganz anders zur Sache gehe als in Swansea. Kris lernt gerade unsere Spielweise kennen, und er macht das sehr gut im eins-gegen-eins und beim Abschluss.“

Dennoch klingt das für den Schweden eher nach einer Jokerrolle – im Gegensatz zu Kenan Karaman, obwohl dieser erst am Donnerstagnachmittag von seiner Länderspielreise mit der Türkei zurückkehrte. Und im Freitag-Training machte der 26-Jährige nicht einmal mit: „Ich habe ihn ausschlafen lassen“, erklärt Rösler. „Kenan hat ja nicht nur drei Spiele gemacht, es kamen ja noch unheimliche Reisestrapazen hinzu.“ Auf der anderen Seite kehrte der gebürtige Stuttgarter bester Laune nach Düsseldorf zurück, und das bewertet sein Klubtrainer hoch. „Ich habe mich zwar noch nicht entschlossen, ob Kenan von Anfang an spielt oder von der Bank kommt“, berichtet der 51-Jährige. „Aber eigentlich sollte man das Momentum bei Spielern nutzen, die auf höchstem Niveau treffen und Torvorlagen geben und mit entsprechend breiter Brust kommen. Oder?“ Die Antwort auf diese rhetorische Kurzfrage kann nur der Trainer selbst geben.