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Fortuna Düsseldorf: Rouwen Hennings blickt auf seine bisherigen elf Saisontore zurück

Fortuna-Angreifer Hennings blickt zurück : „Kann mich noch an jedes Tor gut erinnern“

Rouwen Hennings gehört zu den gefährlichsten Stürmern in der aktuell aufgrund der Corona-Krise pausierenden Bundesliga-Saison. Der Angreifer von Fortuna Düsseldorf hat nun verraten, an welche Treffer er sich gerne erinnert – und was das Toreschießen so besonders macht.

Die Bundesliga-Saison 2019/20 war gerade einmal 36 Minuten alt, da durfte Fortuna Düsseldorf den ersten Treffer bejubeln. Torschütze: Rouwen Hennings. Beim 3:1-Sieg bei Werder Bremen hatte der Angreifer zur 1:0-Führung getroffen. Nach 25 Spieltagen steht der 32-Jährige bei insgesamt elf Saisontoren – und zeigte sich damit für 42 Prozent aller Fortuna-Tore (27 Saisontreffer) verantwortlich. Dazu kommen vier Treffer in vier DFB-Pokal-Spielen.

„Ich kann mich noch an jedes Tor gut erinnern. Wie der Ball reingegangen ist, vergisst man nicht so schnell“, sagte Hennings nun in einem vom Klub veröffentlichtem Video, das zudem nochmal jedes seiner bisherigen elf Saisontore zeigt. Vor allem der 1:0-Siegtreffer gegen den FSV Mainz 05 sei ihm noch „sehr präsent“, verriet Hennings. Am 8. Spieltag hatte der Angreifer die Fortunen in der 82. Minute zum Sieg geköpft – und den Düsseldorfern so nach zuvor sechs Spielen ohne Sieg (fünf Niederlagen, ein Remis) den lang ersehnten Befreiungsschlag beschert. Auf die Niederlage gegen Paderborn und den Derby-Sieg gegen den 1. FC Köln, zu dem Hennings auch einen Treffer beisteuerte, später, folgte der wohl spektakulärste Auftritt des Stürmers.

Drei Mal lag Fortuna beim FC Schalke 04 zurück, drei Mal kam die Mannschaft vom damaligen Trainer Friedhelm Funkel durch Tore von Hennings wieder zurück und belohnte sich mit einem Punkt. Erst traf er per Elfmeter, dann mit Links und zum Schluss per Lupfer. Der 3:3-Ausgleich landete beim Tore-Rückblick auch „ganz knapp auf Platz eins“. Dabei hob der Angreifer nicht den Treffer selber, sondern vielmehr den „mega geilen Spielzug“ zuvor hervor. Hennings hatte den Angriff selbst mit der Hacke eingeleitet, bekam den Ball von Kaan Ayhan zugelupft und hob ihn schließlich über den herauseilenden S04-Torwart Alexander Nübel ins Tor. Die Krönung eines unvergesslichen Tages.

„Einen Dreierpack in der Bundesliga zu machen, war natürlich was ganz, ganz besonderes“, sagte Hennings. Schon kurz nach dem Spiel hatte er verlauten lassen, dass der Ball aus dem Schalke-Spiel nach der Karriere einen besonderen Platz bekommen würde: „Ich habe einen, nun ja, Karton. Für wichtige Trikots und so. Da kommt alles rein. Wenn wir irgendwann mal irgendwo länger bleiben, hole ich die raus und hänge sie auf.“

Die Jagd nach Toren ist für den Angreifer immer mit einem „speziellen Geräusch“ verbunden. Dabei sei es egal, wie laut das Stadion ist, man höre halt, wie der Ball reingeht, sagte Hennings, bei dem nach einem Tor für einen kurzen Moment alle Leitungen austicken: „Das ist Freude pur.“

Seit dem 22. Dezember 2019 muss der dreifache Vater nun schon auf dieses Glücksgefühl warten. Beim 2:1-Heimsieg gegen Union Berlin erzielte er seinen bis dato letzten Liga-Treffer. Es folgte eine Durststrecke von sieben Partien ohne eigenes Tor. Aktuell wird der Angreifer genauso wie die ganze Bundesliga von der Corona-Pandemie ausgebremst. Noch bis mindestens Ende April ruht der Ball. Immerhin, die Zeit des Heimtrainings ist für Fortunas Profis seit Montag zu Ende. Unter strengen Auflagen sind die Düsseldorfer auf den Trainingsplatz zurückgekehrt. Für Hennings ist es „ein schönes Gefühl, endlich wieder auf dem Platz zu stehen“. Ob und wie es in der Bundesliga allerdings weitergeht, ist noch unklar. Klar dürfte aber sein, dass Hennings alles daran setzen wird, um dieses „spezielle Geräusch“ bald wieder zu hören. Egal, wie laut das Stadion sein wird.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Rouwen Hennings

(old)