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Fortuna Düsseldorf: Robert Schäfer spricht über den Umgang mit Friedhelm Funkel

Fortunas Ex-Boss Schäfer über Umgang mit Funkel : „Habe zu Recht Prügel dafür kassiert“

Fortunas ehemaliger Klubchef Robert Schäfer hat ein knappes Jahr nach seiner Freistellung Fehler im Umgang mit der einst geplatzten Vertragsverlängerung des früheren Trainers Friedhelm Funkel eingeräumt. Die Reaktion der Düsseldorfer Fans habe ihn sehr bewegt.

Fortunas ehemaliger Vorstandschef Robert Schäfer hat ein knappes Jahr nach seiner Demission Fehler im Umgang mit der Personalie Friedhelm Funkel im Zusammenhang mit der im Januar 2019 vielbeachteten Pressekonferenz im Trainingslager in Marbella einen Fehler eingeräumt, „den ich nur zur gerne vermieden hätte“, erklärte der 44-Jährige. „Ich habe zu Recht Prügel dafür kassiert“, sagte Schäfer im Interview der „Bild“-Zeitung. Besonders die anschließenden Anfeindungen der Fortuna-Fans hätten Schäfer sehr mitgenommen. „Das hat mich sehr bewegt, vor allem in dieser Heftigkeit“, sagte er.

Laut Schäfer habe er mit dem damaligen Fortuna-Coach verlängern wollen, „aber zu einem späteren Zeitpunkt“. Offenbar aber wollte Fan-Liebling Funkel bereits im Trainingslager Planungssicherheit haben. Die Gespräche wurden abgebrochen, Funkel erklärte unter Tränen, seine Karriere werde im Sommer 2019 enden. Erst nach Protesten der Düsseldorfer Anhänger und Druck auf die Klub-Führung wurde der Vertrag mit Funkel doch noch verlängert, der Klassenverbleib gelang letztlich souverän.

Auch wegen der Posse um Funkel überwarf sich Schäfer mit Aufsichtsratschef Reinhold Ernst und musste im April 2019 gehen. „Ich habe keine logische Erklärung dafür. Jahrelang haben wir gut zusammengearbeitet, hatten Erfolg bei Fortuna und ein gutes Team aufgebaut“, sagte Schäfer. „Wir sind alle nicht fehlerfrei, aber Konflikte zu managen ist offensichtlich am schwierigsten. Vielleicht standen zu viele Emotionen unausgeräumt im Weg.“

Erst vor gut einer Woche einigte er sich mit der Fortuna auf eine Auflösung seines Vertrages. „Wir freuen uns, dass wir nun eine einvernehmliche und zielorientierte Lösung mit Robert Schäfer gefunden haben, mit der beide Seiten zufrieden sein können“, sagt Fortunas Aufsichtsratsvorsitzender Björn Borgerding in einer Stellungnahme des Vereins. „Unser Dank gilt Robert Schäfer für sein Engagement für die Fortuna und für die Zukunft wünschen wir ihm alles Gute."

Inzwischen sind auch Ernst und Funkel bei Fortuna nicht mehr im Amt. Von Funkels Nachfolger Uwe Rösler hält Schäfer indes viel: „Er ist ein spannender und interessanter Trainer. Er nimmt Menschen mit und kann begeistern. Mit ihm ist der Klassenerhalt absolut möglich.“

(mit dpa)