Fortuna Düsseldorf: Robert Schäfer mit Arbeitsauftrag für Friedhelm Funkel

Fortunas Vorstandschef zieht Bilanz: Schäfer erteilt Trainer Funkel einen klaren Auftrag für die Liga

Robert Schäfer hat eine Zwischenbilanz zur bisherigen Saison von Fortuna Düsseldorf gezogen. Der Vorstandschef ist zufrieden, nimmt aber den Trainer in die Pflicht.

Beim Blick aus dem Fenster im Showroom der Düsseldorfer Arena wird schnell klar, dass Länderspielpause ist. Der Rasen ist nicht mehr zu sehen, abgedeckt mit großen grauen Platten. Und vor der Nordtribüne wächst Stück um Stück eine riesige Tribüne, auf der am Wochenende die Toten Hosen auftreten werden. Für Fortunas Vorstandsboss Robert Schäfer ist es die Gelegenheit, um nach sieben Bundesliga-Spieltagen eine erste Bilanz zu ziehen.

Schäfer über den Saisonstart „Wir können festhalten, dass die Mannschaft vom Tempo und der Qualität mithalten kann. Wir haben sicher kein Qualitätsproblem. Wir haben keine fertigen Bundesliga-Spieler verpflichtet, sondern welche, die die Qualität haben, sich dazu zu entwickeln. Wir merken, dass der Druck in jedem Spiel hoch ist – egal, ob der Gegner Augsburg oder Schalke heißt. Wir haben Lehrgeld bezahlt – nur: Wir können nicht ewig Lehrgeld bezahlen. Wir sind aber auf einem guten Weg. Vielleicht fehlen uns drei Punkte, um völlig auf Kurs zu sein. Wichtig ist, dass wir den positiven Geist der Mannschaft aus dem letzten Jahr mitgenommen haben. Das zeigt, dass wir die absolut richtigen Spieler geholt haben. Jetzt müssen wir den nächsten Schritt machen und die Spiele gewinnen.“

Schäfer über das Trainerteam „Das Trainerteam hat die Aufgabe, die Spieler zu entwickeln. Ich bin sehr zuversichtlich, dass sie das im Team auch schaffen. Friedhelm Funkel hat bewiesen, dass er das kann und das ist auch jetzt die Aufgabe. Die Mannschaft hat sich bereits entwickelt, wir sind auf Kurs. Aber wir müssen aufpassen, dass wir nicht erst gelernt haben, wenn es zu spät ist. Das muss das Trainerteam leisten. Friedhelm Funkel muss die Spieler so besser machen, dass wir auch Spiele gewinnen. In dieser Entwicklung sind wird auf einem guten Weg, aber es darf nicht nachlassen, sondern muss noch intensiver werden.“

Schäfer über den Ruf nach einem hauptamtlichen Manager „Das ist respektlos gegenüber unseren erfolgreichen Strukturen. Erich Rutemöller engagiert sich für Fortuna in einem außergewöhnlichen Maß und hat das in der ersten Liga intensiviert. Wir sind mit Erich Rutemöller, Uwe Klein und Robert Palikuca aufgestiegen. Diese Struktur funktioniert sehr gut. Wir gehen einen eigenen Weg. Wenn wir den ohne Not ändern würden, wären wir mit dem Klammerbeutel gepudert. Es wurde mit den vorhandenen finanziellen Mitteln hervorragende Arbeit geleistet. Wir halten die Augen aber offen. Wenn sich eine Konstellation ergibt, die uns weiterbringt, werden wir sie auch nutzen. Eine interne Lösung ist jedenfalls keine Alternative.“

Schäfer über die Zuschauerauslastung in der Arena „Jeder der am Samstag im Stadion war, hat gesehen, dass Düsseldorf eine Fußballstadt ist. Die Unterstützung unserer Zuschauer ist toll, die Auslastung ist gut. Wir werden aber in Zukunft noch aktiver kommunizieren, um noch mehr Zuschauer in die Arena zu bekommen. Ich verstehe, dass Friedhelm Funkel sich noch mehr Zuschauerzuspruch gewünscht hätte, aber es ist sehr gut so, wie es ist. Wer nach Düsseldorf zieht, hat keine Verpflichtung, zur Fortuna zu gehen – auch wenn wir uns das natürlich wünschen. Wir sind da schon in der Bringschuld. Wir müssen einfach so gut Fußball spielen, dass man gar nicht mehr an uns vorbeikommt.“

Schäfer über Verpflichtungen im Winter „Wir könnten reagieren. Wir schließen nichts aus, aber wir vertrauen der Mannschaft, die wir haben. Wir haben einen breiten Kader und auf allen Positionen Konkurrenzkampf.“

Schäfer über die Beziehung zur Stadt und den Arena-Betreibern „Das Verhältnis zur Stadt und zur Stadtspitze ist sehr gut. Wir haben einen guten Austausch und sind auch in Bezug auf die Zukunft des Arena-Vertrags, der im kommenden Sommer ausläuft, in guten Gesprächen. Mit der Arena-Gesellschaft ist es etwas kleinteiliger, weil es um tägliche Fragestellungen geht. Da gibt es noch Luft nach oben. Das Leben in der Arena kommt schließlich über Fortuna Düsseldorf. Wir wollen mehr eingebunden werden.“

Schäfer über den Weg bis zur Winterpause „Wenn wir 15 bis 17 Punkte zur Winterpause gesammelt haben, ist das eine gute Basis. Das ist aber kein offizielles Ziel, sondern meine persönliche Überlegung.“

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