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Fortuna Düsseldorf: Reinhold Ernst gibt Vorsitz des Aufsichtsrats ab

Borgerding Favorit für die Nachfolge : Ernst kandidiert nicht mehr als Vorsitzender des Fortuna-Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat von Fortuna Düsseldorf muss sich einen neuen Vorsitzenden suchen. Reinhold Ernst, der das Amt mehr als vier Jahre innehatte, will aus beruflichen Gründen aktuell kürzer treten. Björn Borgerding ist Favorit für seine Nachfolge.

Am Sonntag gibt Fortuna im Flughafenbahnhof ihren Neujahrsempfang. Doch diesmal wird es nicht nur die zu diesen Anlässen üblichen Reden zur aktuellen sportlichen und wirtschaftlichen Lage geben, denn im Mittelpunkt steht eine wichtige Personalie: Reinhold Ernst wird bei der nächsten turnusmäßigen Sitzung des Aufsichtsrats nicht mehr als dessen Vorsitzender kandidieren. Der 56-Jährige bestätigte gegenüber unserer Redaktion einen entsprechenden Bericht der „Westdeutschen Zeitung“.

„Aufgrund der aktuell gestiegenen Anforderungen in meinem Beruf werde ich in meinem Ehrenamt für die Fortuna etwas kürzertreten und nicht mehr für den Aufsichtsratsvorsitz kandidieren“, sagt Ernst, der Partner einer weltweit operierenden Anwaltskanzlei ist. Nicht zuletzt die vielen anstehenden Reisen vertrügen sich nicht mit der Rolle eines Aufsichtsratsvorsitzenden. Es handele sich jedoch keineswegs um einen Rücktritt, geschweige denn um einen Ausstieg aus dem Gremium: „Wenn von Verein und Aufsichtsrat gewünscht, werde ich weiterhin eine maßgeblich mitgestaltende Rolle wahrnehmen.“ Sehr gern auch als neuer zweiter Vorsitzender – das habe er auch dem Aufsichtsrat bereits angeboten. Dies müsse aber selbstverständlich eine Wahl ergeben.

Kein Geheimnis ist, dass es in den Aufsichtsratssitzungen des vergangenen Jahres nicht immer harmonisch zugegangen ist. Dies habe bei seiner Entscheidung allerdings keine Rolle gespielt, versichert Ernst: „Ich hätte weitergemacht, wenn es meine berufliche Situation zugelassen hätte.“ Favorit für Ernsts Nachfolge als Vorsitzender des Kontrollgremiums ist der Marketing-Fachmann Björn Borgerding, der im Rat vor allem auf die Unterstützung seiner Kollegen Dirk Böcker und Sebastian Fuchs zählen kann, eine breite Unterstützung in der Fan- und Mitgliederbasis hat und schon seit mehr als fünf Jahren dem Rat angehört.

Peter Frymuth steht dagegen nicht als erster oder zweiter Vorsitzender zur Verfügung. Der frühere Vorstandsvorsitzender Fortunas, inzwischen Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes, wurde vor wenigen Wochen vom Wahlausschuss des Vereins in den Aufsichtsrat bestellt. „Ich habe dem Wahlausschuss aber schon damals mitgeteilt, dass ich aus beruflichen Gründen dort keinen Führungsposten übernehmen kann“, erklärt Frymuth. Er sehe nach seinen ersten Eindrücken und Gesprächen seine Aufgabe darin, „aus der Mitte heraus den Teamgeist zu verstärken, ganz so wie es Oliver Fink kürzlich für die Mannschaft gefordert hat. Teamgeist muss nicht nur in der Mannschaft herrschen, sondern auch in den Gremien und im gesamten Verein.“