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Fortuna Düsseldorf: Problemstelle Innenverteidigung

Suche nach Verstärkung geht weiter : Darum ist die Innenverteidigung Fortunas Problemstelle

Robin Bormuth scheidet beim Testspiel am Sonntag gegen Eibar mit Oberschenkelproblemen aus. Fällt er länger aus, hat Fortuna derzeit nur noch zwei etatmäßige Innenverteidiger zur Verfügung.

Robin Bormuth schüttelt den Kopf, trottet vom Platz in Richtung Kabine. Für den Innenverteidiger ist beim Testspiel am Sonntagmorgen gegen den spanischen Erstligisten SD Eibar (1:2) nach 45 Minuten Schluss. Der rechte Oberschenkel macht an der Hinterseite Probleme. Und das ist wiederum ein Problem für den Kader. Auch wenn zunächst nur von einer Verhärtung oder leichten Zerrung ausgegangen wird.

Sportvorstand Lutz Pfannenstiel schaute mit einem Auge beim Testspiel in der Kleine Kampfbahn neben der Arena zu, das andere war er meist auf sein Smartphone gerichtet. Er suchte auch die Gespräche mit Kaderplaner Uwe Klein und Scout Goran Vucic, die ebenfalls das Spiel verfolgten. Pfannenstiel wollte eigentlich schon in der vergangenen Woche Vollzug melden, was den dringen benötigten Innenverteidiger angeht. Doch noch ist kein Abschluss in Sicht.

Nun heißt es, dass der neue Mann für die letzte Reihe in der kommenden Woche vorgestellt werden soll. Immer noch kursieren mehrere Namen. Ein Deal mit der TSG Hoffenheim, die ein Überangebot an mehr oder minder erfahrenen Bundesliga-Verteidigern hat, ist weiter eine der wahrscheinlichsten Optionen. Pfannenstiel pflegt eine guten Draht zu seinem Ex-Klub und dem dortigen Direktor Profifußball, Alexander Rosen.

Sollte Bormuth doch länger ausfallen und sich die Verpflichtung eines neuen Mannes doch noch ziehen, hätten die Fortunen zum Pflichtspielstart am kommenden Samstag (15.30) mit dem Pokalspiel bei Oberligist FC Villingen nur zwei etatmäßige Innenverteidiger im Kader: Kaan Ayhan und Andre Hoffmann. Eine weitere Verletzung brächte die Düsseldorfer dann in arge Bedrängnis. Dann müsste Adam Bodzek in der Abwehrreihe aushelfen.

Trainer Friedhelm Funkel wollte den neuen Innenverteidiger am liebsten in einem der letzten Testspiele gegen Eibar testen, sagte unter der Woche: „Ich hoffe, dass er in den nächsten Tagen endlich kommt. Wir brauchen ihn.“ Und: „Je später er kommt, desto unwahrscheinlicher ist es, dass ich ihn direkt zu Saisonbeginn bringen kann.“ Denn der neue Mann muss natürlich erst einmal das System und die Abläufe verinnerlichen.

Pfannenstiel selbst bleibt aber noch locker. Der 46-Jährige ist für seinen harten Verhandlungsstil bekannt und wartet nach eigenem Bekunden noch auf den besten Moment für einen guten Deal für die Düsseldorfer.