Profis traurig über Abgang Darum verlässt „Guci“ Fortuna nach 13 Jahren

Düsseldorf · Er war einer der „guten Seelen“ im Hintergrund. Er war Zuhörer, Versteher, Problemlöser für die Spieler von Fortuna. Wenn irgendwas gezwickt hat, stand er schon parat. Nun verlässt Thomas Gucek, den alle nur Guci nennen, nach 13 Jahren den Zweitligisten. Warum es so gekommen ist.

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Fortunas Team hinter dem Team

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Foto: dpa/Bernd Thissen

Zwischen den Physiotherapeuten und den Profis in einer Fußballmannschaft gibt es in der Regel immer eine besonders intensive Beziehung. Man verbringt viel Zeit miteinander. Erzählt sich, was einen bewegt. Teilt Sorgen, Nöte und Hoffnungen. Die Physios sind Zuhörer, Versteher, Vermittler. Thomas Gucek hat 13 Jahre lang bei Fortuna hinter den Kulissen gearbeitet. Nun verabschiedet er sich wieder in ein „normales“ Leben.

Kristoffer Peterson hat ihn als „Legende“ gewürdigt. Und auch andere Profis im Kader von Zweitligist Fortuna haben sich geradezu überschlagen in der Wortfindung für seine erbrachten Leistungen. Gucek war einer dieser stillen Helden im Team. Einer, der sich nicht nach außen profilieren musste, um im inneren Kreis Wertschätzung zu erfahren.

Als Gucek, den alle nur „Guci“ nennen, bei Fortuna angefangen hat, da war Norbert Meier Cheftrainer, Angela Merkel Bundeskanzlerin, Barack Obama zum 44. Präsidenten der USA gewählt, und eine formidable Finanzkrise erschütterte die Welt. Zu der Zeit gehörte Gucek noch zum Team von Bernd Restle. Im Rahmen einer Kooperation hatte Restle seine „besten“ Physios zur Fortuna geschickt.

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Foto: dpa/Roland Weihrauch

Als man irgendwann wieder mit Restle auseinanderging, blieb Gucek. Er war einer, der mit allen klargekommen ist, hilfsbereit und fleißig, immer für einen Scherz zu haben. Er hat sich um alle gekümmert, die Hilfe gebraucht haben – egal ob gefeierter Stammspieler oder geknickter Bankdrücker.

Nun der Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Er wollte aus dem Wanderzirkus Fußball aussteigen, endlich wieder geregelte Arbeitszeiten und vor allem freie Wochenenden für die Familie haben. Denn die kam oft zu kurz, weil sich „Guci“ immer nach den Trainingsplänen der jeweiligen Cheftrainer richten musste. Und von denen hatte er einige erlebt, genauso wie Auf- und auch Abstiege.

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Foto: Moritz Mueller

Fortuna bleibt er weiter verbunden – und viele seiner Spieler auch mit ihm. Für den 38-Jährigen beginnt nun ein neues Kapitel. Wer ihn ersetzt, hat der Verein noch nicht mitgeteilt. Verantwortlicher Physio ist nach wie vor Carsten Fiedler, die rechte Hand von Mannschaftsarzt Ulf Blecker. Ebenfalls im Team ist auch noch Marcel Verstappen.

(gic)
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