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Fortuna Düsseldorf: Oliver Fink fehlt der U23 bei Preußen Münster

U23 bei Preußen Münster : Fink verpasst das Duell mit drei Ex-Fortunen

Wenn Fortunas U23 am Samstag bei Preußen Münster antritt, wird sie beim Gegner drei Ex-Fortunen antreffen. In den eigenen Reihen fehlt indes ein wichtiger Akteur: Leitfigur Oliver Fink ist gesperrt.

Eine Partie wie jede andere wird das Aufeinandertreffen von Fortunas Regionalliga-Fußballern mit Preußen Münster am Samstag (14 Uhr, Preußenstadion) nicht – aus zwei Gründen. Erstens ist die Begegnung ein Spitzenspiel, denn die „Zwote“ fährt als Tabellenvierter zum drittplatzierten Drittliga-Absteiger. Und zweitens stehen im Kader der Münsteraner drei Akteure mit Fortuna-Vergangenheit: Torwart Maximilian Schulze Niehues, Verteidiger Julian Schauerte und Offensivakteur Jules Schwadorf.

Umso bitterer, dass der vielleicht wichtigste Akteur auf Seiten der Düsseldorfer nicht dabei sein kann: Oliver Fink hat am vergangenen Wochenende gegen Fortuna Köln (3:2) seine fünfte Gelbe Karte gesehen und fehlt deshalb gesperrt. „Ich suche mir irgendwie immer die guten Stadien aus, da darf ich nicht spielen“, sagt der 38-Jährige mit einem Augenzwinkern. Schon die Partie bei Rot-Weiss Essen hatte er nicht bestreiten können, weil er kurioserweise nicht auf der Spielberechtigungsliste stand.

Die drei Ex-Fortunen bei den Preußen hatten in Düsseldorf unterschiedliche Rollen. Schulze Niehues war hinter Michael Melka und Michael Ratajczak dritter Schlussmann im Profi-Kader, Pflichtspiele absolvierte er daher lediglich für die „Zwote“. Schwadorf kam 2011 auf zweijähriger Leihbasis von Bayer Leverkusen in die Landeshauptstadt, blieb aber ebenfalls ohne Profi-Einsatz. Schauerte hingegen war vier Jahre lang ein fester Bestandteil der Zweitliga-Mannschaft. Vor dem Wiedersehen mit dem Ex-Klub am Samstag spricht das Trio über...

...die Zeit bei Fortuna.

Schauerte: „Ich habe sehr schöne Erinnerungen an meine Zeit in Düsseldorf. Vor allem an das letzte Jahr, als wir in die Bundesliga aufgestiegen sind. Ansonsten waren es auch turbulente Jahre mit viel Abstiegskampf und auch vielen Trainerwechseln. Insgesamt war es aber eine sehr, sehr schöne Zeit! Vereinzelt habe ich noch zu zwei, drei Jungs Kontakt. Im Fußball ist es immer nicht ganz so einfach, den Kontakt zu halten, aber mit denen klappt das ganz gut.“

Schwadorf: „Das waren meine ersten zwei Profijahre, gleichzeitig eine ganz schwierige Zeit. Ich war von enorm viel Verletzungspech geplagt und hatte in den zwei Jahren unzählige Faserrisse, bei denen man nicht so recht sagen konnte, woher und warum. Zudem war das eine Profimannschaft und damit ein ganz anderes Niveau als vorher. Für mich war das auf jeden Fall eine prägende Zeit, in der ich meine ersten Schritte im Profibereich gehen konnte. Das war gut.“

Schulze Niehues: „Mit Fortuna verbinde ich drei schöne Jahre und wirklich eine Superstadt. Auch im Verein habe ich mich in der Zeit sehr wohl gefühlt. Mein schönster Moment war direkt in der ersten Saison 2008/09 der Doppelaufstieg. Die U23 ist in dem Jahr in die Regional- und die Profis sind in die 2. Bundesliga aufgestiegen.“

...über die Partie gegen Fortunas „Zwote“.

Schauerte: „Das wird in jedem Fall ein schwieriges Spiel. Fortuna hat bisher die meisten Tore geschossen und auch erst acht Dinger kassiert, das wird ein harter Brocken für uns. Beide Mannschaften stehen sicher nicht zu Unrecht da oben, das wird ein Duell auf Augenhöhe.“

Schwadorf: „Ich habe einen guten Bekannten, der hat Fortuna vor fünf Wochen gesehen und sagte, dass sie sehr gut sei und zurecht dort oben stehe. Ich bin gespannt, das war zu meiner Zeit damals nicht so, da haben wir eher gegen den Abstieg gespielt. Das wird eine richtige Herausforderung, aber trotzdem spielen wir zu Hause, was uns den nötigen Vorteil geben sollte. Wir werden aber an unser Limit gehen müssen, um das Spiel ziehen und oben dran bleiben zu können.“

Schulze Niehues: „Die U23 hat in dieser Saison wirklich eine richtig gute Mischung und eine starke Truppe auf die Beine gestellt. Sie haben viele junge Spieler und in Olli Fink eine wichtige Säule, die das ganze Konstrukt zusammenhält. Dazu haben sie ein sehr gutes Trainerteam. Von daher schätze ich sie, so wie die Tabelle das auch ausdrückt, wirklich stark ein. Und wenn der Dritte auf den Vierten trifft, kann man das schon als Spitzenspiel bezeichnen – oder eben als Verfolgerduell.“

...über Preußen Münster.

Schauerte: „Das letzte Jahr hier in Münster war natürlich nicht gerade befriedigend, aber ich fühle mich nach wie vor in der Stadt und im Verein wohl. Die Rolle, hier als Führungsspieler zu agieren, hat sich im Vergleich zum vergangenen Jahr nicht verändert. Diese Verantwortung nehme ich gerne an.“

Schwadorf: „Münster ist ein großer Verein, der zugleich auch ambitioniert ist. Außerdem war es mir wichtig, zu einem Verein zu wechseln, der eine große Fanbase besitzt. Dazu gehört Preußen allemal. Die Fanbase war bei meinen vorherigen Vereinen – außer in Düsseldorf, aber da habe ich eigentlich nur in der zweiten Mannschaft gespielt – etwas kleiner. Ich glaube zudem, dass die Möglichkeit, hier wieder in die 3. Liga aufzusteigen, groß ist.“