Fortuna Düsseldorf: Niko Gießelmann ist Fortunas Dauerbrenner der Hinrunde

Hinrunde des Linksverteidigers: Gießelmann ist Fortunas Stammspieler Nummer eins

Niko Gießelmann ist das, was man wohl die Zuverlässigkeit in Person nennen würde. Und das ist in Diensten von Fortuna Düsseldorf bemerkenswert. Der Linksverteidiger hat den Rotationen von Trainer Friedhelm Funkel und bislang sehr erfolgreich standgehalten.

Insgesamt 1745 Minuten stand Gießelmann für die Fortuna auf dem Platz, so lange wie kein anderer Fortune. Seit seinem Punktspieldebüt im Trikot der Rot-Weißen gegen Eintracht Braunschweig spielte der Linksfuß in jedem der folgenden 17 Zweitigaspiele und lief auch in den beiden Pokalpartien bei Arminia Bielefeld und gegen Borussia Mönchengladbach auf. In 19 von 20 Spielen gehörte er zur Startelf. Neben ihm schaffte es nur Rouwen Hennings, ebenfalls in allen 18 Partien eingesetzt zu werden.

Der 26-jährige Gießelmann spielte dabei nicht nur auf der linken Defensivseite, sondern erledigte seine Aufgaben auch als Innenverteidiger gut. Der Niedersachse sagt, er spüre das Vertrauen des Trainers. Seine ordentlichen Leistungen, bei denen es Höhenflüge und Ausrutscher nach unten gab, bescheren ihm auf seinem RP-Hinrunden-Zeugnis eine solide 3,3.

Als er im Sommer nach vier Jahren in Fürth und 125 Ligaspielen für die Kleeblätter bei den Rot-Weißen anheuerte, galt er wegen seiner Schnelligkeit und seinem Zug zum Tor als guter Spieler. So einen Mann hatten die Fortunen lange gesucht. Und der Niedersachse, der so gut Tennis wie Fußball spielt, startete tatsächlich voll durch und erfüllte die Erwartungen. Er schloss die Baustelle auf der linken Abwehrseite und flitzt seit dem ersten Spieltag unermüdlich die Linie rauf und runter. Dabei verfügt er über die nötige Ruhe am Ball, eine gute Technik, ein gutes Spielverständnis und Einsatzfreude.

Er habe sich gut eingelebt und sei glücklich, betont Fortunas Nummer 23. Er fühle sich in Oberkassel wohl, wo er mit seiner Freundin zur Miete lebt. Und sportlich? Da lobt er den Teamgeist und das Potenzial "der jungen, lernwilligen Mannschaft". Vor allem stimme es in der Kabine und abseits des Platzes. "Es wird extrem viel gelacht. Das ist ganz wichtig und beweist, dass es in der Mannschaft stimmt."

Eine Passquote von 75 Prozent

In Godshorn bei Hannover hatte er als Kind und Jugendlicher beim heimischen TSV und dann beim SC Langenhagen die Fußballschuhe geschnürt. Als B-Junior war er 2007 zum Jugend-Bundesligisten Hannover 96 gewechselt. Dort war er dann ebenso Stammspieler wie später in Fürth und nun in Düsseldorf. Bei Fortuna unterstreichen die Statistiken seine Stärke: In der Hinrunde brachte er 75 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler und entschied 65 Prozent der Zweikämpfe für sich.

Nominell als Linksverteidiger in der Viererkette aufgeboten, lässt Funkel seinen Linksfuß auch ab und zu mal etwas offensiver agieren, wohl auch deshalb, weil die Fortuna in ihm endlich einen Spieler hat, der von der linken Seite aus Flanken in die Mitte schlagen kann. Dazu kam es aber dann nicht, wenn Gießelmann dazu gezwungen wurde, seinen Aktionsradius zumeist auf Höhe der Mittellinie zu haben. Besonders in den jüngsten Partien waren er und seine Teamkollegen zu sehr mit den schnellen Gegenangriffen der Gegner beschäftigt.

Gießelmann wird wohl der Dauerbrenner bei Funkel bleiben, wenn ihn in der Rückrunde keine Verletzungen stoppen. Denn die Nummer 23 hat nur rare Konkurrenz auf der linken Abwehrseite.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Niko Gießelmann

(faja)