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Fortuna Düsseldorf nach DFB-Pokal: Dodo Lukebakio will die ganze Welt umarmen

Nach Doppelpack gegen RW Koblenz : Lukebakio will nach Pokal-Sieg die ganze Welt umarmen

Die Leihgabe des FC Watford ist mit den Treffern zum 1:0 und 2:0 maßgeblich am 5:0-Pokalsieg Fortuna Düsseldorfs bei Rot-Weiß Koblenz beteiligt. „Ich möchte das Vertrauen des Trainers zurückgeben“, sagt der 20-Jährige bescheiden.

Dodi Lukebakio kommt als letzter Fortune vom Feld. Nicht allein, dass das Fernsehen unbedingt ein Statement des zweifachen Torschützen einfangen wollte – nein, der 20-Jährige hat sichtlich Spaß am Beifall des Publikums und an den vielen Foto- und Autogrammwünschen, mit denen ihn das Koblenzer Publikum eindeckt. „Ich fühle mich prima“, sagt der Außenstürmer nach dem Düsseldorfer 5:0-Erfolg über Rot-Weiß Koblenz in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals. „Dieser Sieg gibt uns noch mehr Selbstvertrauen für den Bundesligastart am nächsten Samstag gegen Augsburg.“

Natürlich war sich auch Lukebakio bewusst, dass der Fünftligist bei allem Ehrgeiz kein Maßstab für den FC Augsburg war. „Aber es war eben unheimlich wichtig, heute einen Sieg einzufahren“, erklärte der Belgier. Und wer hätte ihm da ernsthaft widersprechen wollen?

Nach einigen Überraschungen, die der Pokal-Samstag bereitgehalten hatte, wollte Fortuna keinesfalls das nächste Opfer eines hochmotivierten „Kleinen“ werden. Mit seinen blitzsauberen Treffern in der neunten und zwölften Minute war Lukebakio maßgeblich daran beteiligt, eine Sensation zu verhindern. „Beim ersten Tor habe ich von einem herrlichen Pass von Rouwen Hennings profitiert“, schilderte die Leihgabe des englischen Premier-League-Klubs FC Watford. „Ich musste den Ball ja nur noch ins leere Tor schießen.“

Dass sich zwischen ihm und dem Netz zwar nicht mehr Koblenz‘ Torhüter Tobias Oost, dafür aber immerhin drei rot-weiße Feldspieler befanden, unterschlug er bescheiden.

Dafür berichtete er umso stolzer über die Vorgeschichte des 0:2. „Den wollte ich genau so schießen, genau an diese Stelle“, sagte er lächelnd. „Ich habe es einfach versucht, so wie ich es in jedem Training versuche, genau dorthin zu schießen.“

RP-Redakteur Bernd Jolitz über den Sieg von Fortuna Düsseldorf gegen RW Koblenz

Dorthin – das hieß aus Lukebakios Position rund 22 Meter schräg rechts vor dem Tor mit links in die lange Ecke. Ein perfekter Schlenzer, der dem Oberligisten frühzeitig den Zahn zog. „Ich bin sehr glücklich, dass mir der Trainer gleich im ersten Pflichtspiel das Vertrauen geschenkt hat“, betonte der Youngster. „Ich möchte es ihm zurückgeben, ihm, aber auch meinen Teamkollegen und den Fans.“

Dodi Lukebakio hätte die ganze Welt umarmen können, doch er behielt dabei die Bodenhaftung: „Das war jetzt das erste Spiel, und das war wichtig. Aber jetzt kommt Augsburg, das erste Bundesligaspiel, und das ist unglaublich wichtig für die ganze Saison.“ Wenn der schnelle Außen dann ähnlich auftrumpft wie im Stadion Oberwerth, wäre Fortuna bereits viel geholfen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Rot-Weiß Koblenz gegen Fortuna Düsseldorf - die Bilder des Spiels