Fortuna Düsseldorf: Mut von Friedhelm Funkel zahlt sich aus - Kommentar

Kommentar zum 2:0-Sieg von Fortuna: Funkels Mut zahlt sich aus

Fortuna Düsseldorf besiegte den SC Freiburg 2:0. Leidenschaft und die Bereitschaft, die Fehler der Kollegen auszubügeln, waren die Schlüssel zum verdienten Sieg. Ein Kommentar.

Friedhelm Funkel hat wieder einmal viele überrascht. In Benito Raman, Takashi Usami, Rouwen Hennings und Kenan Karaman nominierte Fortunas Trainer vier Offensivspieler mit Stürmer-Genen für die Startelf gegen den SC Freiburg, dahinter in Kevin Stöger noch einen offensiv orientierten Sechser. Eine gewagte Formation, liegt doch die große Stärke der Breisgauer normalerweise im Konterspiel. Doch Funkels Mut zahlte sich aus: Unterm Strich stand ein hochverdienter 2:0-Erfolg, und vom SC Freiburg war herzlich wenig zu sehen.

Der Schlüssel zum Erfolg war die Bereitschaft jedes einzelnen Spielers, in Sachen Defensivarbeit an die persönlichen Grenzen zu gehen. Den vier Düsseldorfer Angreifern gelang gerade in der ersten Hälfte längst nicht alles, doch schon in dieser schwierigen und fehlerbehafteten Phase waren sie jederzeit bereit, viele Kilometer zu gehen und intensive Defensivzweikämpfe zu bestreiten.

Nur so geht es. Fortuna ist den meisten Bundesliga-Konkurrenten spielerisch unterlegen, zudem fehlt es den meisten Profis in Funkels Kader am wichtigen Faktor Erfahrung. Wenn es jedoch in den verbleibenden beiden Partien bis zur Winterpause und erst recht in der Rückrunde gelingt, diese Leidenschaft auf den Platz zu bringen und dazu die Bereitschaft, die Fehler der Mitspieler mit größtem Einsatz auszubügeln, ist vieles möglich. Am Ende vielleicht sogar der Klassenerhalt, den so viele selbsternannte Experten Fortuna nie zugetraut haben und auch heute nicht zutrauen. Womöglich überrascht sie Friedhelm Funkel ja erneut.

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