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Fortuna Düsseldorf - Mit dieser Szene wurde Kwadwo Baah in England berühmt​

Als 13-Jähriger : Mit dieser Szene wurde Fortunas Baah in England berühmt

Noch ist Fortunas Zugang Kwadwo Baah in Düsseldorf ein recht unbeschriebenes Blatt. Bekanntheit erlangte er innerhalb Englands aber bereits im Jahr 2016. Damals sorgte er als Balljunge für einen echten Aufreger. Was passiert ist. Und wie er die Situation damals erklärte.

Dass Zeitspiel oftmals sehr nervig sein kann, hat nicht zuletzt das Finale der Frauen-Europameisterschaft zwischen England und Deutschland gezeigt. Die letzten Minuten der Verlängerung wurde netto eigentlich kaum Fußball gespielt. Schlussendlich darf trefflich darüber diskutiert werden, ob das nun unsportlich oder clever von den englischen Spielerinnen war.

Vor knapp sechs Jahren kam es zu einer Szene, über die ganz England lachte. Während eines Premier-League-Spiels zwischen Crystal Palace und West Ham United wollte ein Balljunge das Zeitspiel des West-Ham-Torhüters Adrian verhindern, stürmte auf das Spielfeld und legte dem verdutzten Keeper den Ball pfannenfertig zum Abstoß bereit. Der Name des Balljungen: Kwadwo Baah, mittlerweile Fußball-Profi bei Fortuna Düsseldorf.

Der damals 13-Jährige wurde durch diese Aktion über Nacht zu einer echten Berühmtheit in England und vor allem in der Hauptstadt London, in der Crystal Palace sein Zuhause hat. „In der Schule bin ich nun sehr berühmt“, sagte Baah damals im Interview mit dem vereinseigenen Klubmedium und erklärte noch einmal die Szene: „Ich habe gesehen, dass unsere Spieler sehr sauer darüber waren, dass der gegnerische Torwart sich so lange Zeit für den Abstoß gelassen hat. Auch die Zuschauer haben angefangen, ihn auszubuhen. Und auch ich habe mich über das Zeitspiel echt geärgert. Also bin ich auf das Spielfeld gerannt und habe den Ball auf die Linie gelegt.“

Für Baah, der in den nächsten Jahren über die Kinetic Academy, den Whyteleafe FC, den AFC Rochdale und den FC Watford nun auf Leihbasis bei Fortuna seinen Traum vom Profi-Fußballer lebt, war es der erste Moment, in dem er einen Vorgeschmack davon bekam, wie es sich anfühlt, von den eigenen Fans gefeiert zu werden. „Auf dem Spielfeld zu stehen und die Zuschauer jubeln dir zu – das ist wirklich ein sehr gutes Gefühl“, sagte er damals.

Und auch seine „Strafe“ für das unerlaubte Betreten des Spielfeldes hielt sich damals in einem erträglichen Rahmen. Baah musste lediglich zweimal einen Ball zurückholen, den ein Mitarbeiter des Medienteams wegkickte. Baah wird es für den Ruhm, den er für seine Aktion in England erhalten hat, sicher gern gemacht haben.