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Fortuna Düsseldorf: Michael Rensing fällt mit Schulterverletzung länger aus

Nach Sturz bei Radtour : Rensing fällt längere Zeit aus

Fortunas Torhüter Michael Rensing fällt nach Klubangaben „bis auf Weiteres“ aus. Der 35-Jährige war bei einer Mountainbike-Tour am Donnerstag im Trainingslager gestürzt.

Die Pressemitteilung, die Fortuna am Montagnachmittag veröffentlichte, ist auf den ersten Blick nicht besonders aussagekräftig. Dort heißt es: „Fortunas Torhüter Michael Rensing hat sich im Rahmen des Trainingslagers im österreichischen Maria Alm eine Schulterverletzung zugezogen. Der 35-jährige Schlussmann wird damit bis auf Weiteres nicht am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen können.“

Kostenpflichtiger Inhalt Wie unsere Redaktion bereits am Freitag exklusiv berichtete, zog sich Rensing diese Verletzung am Donnerstagabend bei einem Sturz von einem Mountainbike zu. Dem Vernehmen nach wird Rensing somit für mehrere Wochen pausieren müssen.

Was ist passiert? Das Team macht am vorletzten Trainingslagertag eine gemischte Einheit, die Kondition und Teambuilding in Vordergrund stellt.

Um 17 Uhr starten die Fortunen in vier Gruppen mit ihren Fahrrädern vom Teamhotel Eder aus in die Berge. Das erste Ziel ist die Jufen Alm. Dort treffen die Spieler samt Trainerstab um etwa 17.20 Uhr ein, um sich beim Bogenschießen zu duellieren. Die Pfeile gehen auf Plastiktiere. Das Team um Trainer Friedhelm Funkel gewinnt. Danach geht es zum weiteren Teambuilding noch höher zur „Tom Almhütte“. Dort genießt das Team bei herrlichem Ausblick einen Grillabend, ehe es mit den Rädern zurück in den Ort geht.

Wie es genau zum Sturz von Rensing kommt, ist noch nicht klar. Der Verein bestätigte aber am Freitag auf Anfrage unserer Redaktion, dass der 35-Jährige zur Kontrolle im Krankenhaus war. Rensing stieg mit seinen Teamkollegen am Freitag ins Flugzeug zurück nach Düsseldorf. Bei Teamarzt Ulf Blecker folgten weitere Untersuchungen, die nun den Ausfall bestätigten.

DieVerletzung ist für Rensing ein herber Rückschlag. Der Torhüter befand sich schließlich in einem offenen Dreikampf mit Zack Steffen und Florian Kastenmeier um den Platz im Fortuna-Tor. „Ich werde mir bis in der Woche vor dem Ligastart Zeit lassen“, sagte Trainer Friedhelm Funkel zum Zeitpunkt seiner Entscheidung.

Als Favorit in diesem Rennen galt und gilt nun umso mehr US-Nationaltorhüter Steffen, der von Manchester City für ein Jahr ausgeliehen wurde und ankündigte: „Ich will die Nummer eins werden.“ Rensing hatte zuvor bereits bekräftigt, den Kampf um den Platz zwischen den Pfosten anzunehmen. „Ich gebe jeden Tag hundert Prozent, egal, wie viele Torleute noch auf dem Platz stehen. Es ändert sich gar nichts dadurch, dass jetzt noch jemand kommt. Was soll ich mich mit anderen beschäftigen?“, sagte er. Nun ist aber klar, dass er den Konkurrenzkampf in den kommenden Wochen nicht weiterführen kann.

Interessant: Die Düsseldorfer haben derzeit sechs Torleute mit Profiverträgen ausgestattet. Das macht aber durchaus Sinn. Denn Raphael Wolf, der nach einer Viruserkrankung über Gleichgewichtsstörungen klagte, ist immer noch nicht in den Trainingsbetrieb zurückgekehrt. Tim Wiesner steht zwar wieder auf dem Rasen, muss für sein junges Alter aber bereits auf eine bemerkenswerte Verletzungshistorie zurückblicken und der Belastung schon Tribut zollen. Beide Keeper sind somit nicht seriös als voll belastbare Optionen einzuplanen.

Und dann gibt es noch Jannick Theißen (21), der nach dem Wunsch der Verantwortlichen zu einem Verein verliehen werden soll, bei dem er Spielpraxis sammeln kann – zum Beispiel an einen Drittligisten. Sollte sich eine Leihe nicht ergeben, wird Theißen sich dem Vernehmen nach die Einsätze bei Fortuna II in der Regionalliga mit dem Verlierer des Dreikampfs ums Profi-Tor teilen. Nach Rensing Verletzung ist aber fraglich, ob Theißen nun überhaupt noch verliehen werden soll.