Fortuna Düsseldorf: Markus Suttner feiert durchwachsene Premiere auf Schalke

Premiere auf Schalke : Suttners zwiespältiges Fortuna-Debüt

Fortuna Düsseldorfs Winterzugang Markus Suttner hätte sich ein besseres Ergebnis bei seinem Einstand gewünscht als das 1:4 beim FC Schalke 04. Persönlich musste er nicht unzufrieden sein.

Markus Suttners Haltung in der Interviewzone der Gelsenkirchener Arena war mehrdeutig. Einerseits war Fortunas Winterzugang sichtlich sauer über die 1:4-Niederlage beim FC Schalke 04, die den Düsseldorfern den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals verbaute - verständlich, wäre Fortuna doch zum ersten Mal seit 1996 unter den letzten acht des Wettbewerbs gelandet. Doch andererseits wollte der Österreicher gar nicht erst verbergen, wie sehr er über sich sein fußballerisches Comeback freute.

„Es war nach sehr langer Zeit das erste Spiel für mich“, erklärte Suttner. Genau genommen durfte er in der gesamten Hinrunde nur in zwei Pflichtpartien seines eigentlichen Brötchengebers Brighton & Hove Albion mitmischen – am 28. August bei der 0:1-Niederlage im Ligapokal gegen den FC Southampton und am 2. November im Premier-League-2-Match von Brightons U23 gegen den Nachwuchs des FC Everton (1:2). Eindeutig zu wenig für die Ansprüche eines gestandenen österreichischen Nationalspielers, der im Trikot des FC Ingolstadt von 2015 bis 2017 immerhin 49 Bundesligaspiele bestritten hatte. „Ich war einfach nur froh, dass ich endlich wieder aufs Feld durfte.“

Dass der 31-Jährige mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein konnte, versteht sich von selbst. „Scheiße, dass wir ausgeschieden sind“, sagte Suttner unverblümt. „Wir haben es Schalke lange Zeit richtig schwierig gemacht, aber dann haben sie uns nach der Pause kalt erwischt mit den beiden Toren. Da war die Ordnung bei uns nicht vorhanden.“ Das galt auch schon beim 1:0 nach einer halben Stunde, bei dem ein Einwurf der Ausgangspunkt war – auch aus Sicht Suttners unerklärlich, zumal Schalkes Angriff über seine linke Abwehrseite erfolgte. „Bis dahin hatten wir wenig zugelassen, aber dann sind wir denen in die Konter gelaufen“, berichtete er kopfschüttelnd. „Das darf so nicht passieren.“

Gleichwohl richtete der gebürtige Hollabrunner den Blick sofort nach vorn. „Wir haben jetzt am Sonntag ein sehr wichtiges Spiel gegen den Mitkonkurrenten VfB Stuttgart“, betonte er. „Keiner von uns wird da seinen Kopf hängen lassen.“ Markus Suttner ohnehin nicht, dafür ist er viel zu heiß darauf, seiner Fortuna-Premiere weitere Einsätze folgen zu lassen. Persönlich musste er ja auch nicht gar zu unzufrieden sein, hatte er doch in seinen 90 Minuten durchaus angedeutet, dass er vor allem in der Offensive einige Qualitäten besitzt.

So sah es die Premier-League-Leihgabe auch selbst: „Ich glaube, meine Leistung war für diese Umstände ganz okay. Natürlich kann es immer besser gehen, aber ich denke, man hat schon sehen können, welche Bälle ich nach vorne spielen kann.“ Zumindest hat Fortuna in Suttner nun eine Alternative zu Dauerbrenner Niko Gießelmann, der auf der Linksverteidiger-Position bislang gänzlich ohne Konkurrenz war.

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