Fortuna Düsseldorf: Marcel Sobottka besinnt sich auf die eigenen Stärken

Fortune Sobottka behält die Ruhe: "Wir wissen, was wir können"

Fortuna lässt sich durch die beiden jüngsten Niederlagen nicht aus der Ruhe bringen. Mittelfeldspieler Marcel Sobottka besinnt sich vor den letzten Saisonspielen auf die Stärken der eigenen Mannschaft.

Fortunas Spieler sind nach den beiden jüngsten Niederlagen in Darmstadt und Bochum entspannt und gelassen. So wenig sie nach den Siegesserien Jubelarien angestimmt haben, so wenig sind sie nun anfällig für Panikattacken. "Wir wissen, was wir können, wir brauchen nicht nervös zu sein", sagte gestern nach dem morgendlichen Training Mittelfeldspieler Marcel Sobottka. Und auch Niko Gießelmann hat absolut kein Verständnis für das hysterische Umfeld, das nach den jüngsten Pleiten trotz des Sieben-Punkte-Vorsprungs den bereits sicher geglaubten Aufstieg den Bach runter gehen sieht. "Wichtig ist, dass wir ruhig bleiben und uns nicht verrückt machen lassen. Warum bloß sollten wir auch nervös sein? Wir können mehr erreichen als verlieren", sagte der Linksverteidiger.

Die Fortunen sehen keinen Anlass, an ihren Fähigkeiten zu zweifeln. "Okay, wenn wir zweimal hoch verloren hätten, dann würde ich mir Sorgen machen. Aber wir waren zweimal lediglich unglücklich", meinte Sobottka, der im Spiel gegen Darmstadt nach einem Zusammenprall mit Schwindel ausgewechselt worden war. "Das Team hat es in der zweiten Halbzeit gegen Bochum richtig gut gemacht." Es habe lediglich das Glück gefehlt. "Wir hatten eine Zeit, da sind die Dinger wie selbstverständlich reingegangen, in den letzten beiden Partien war das nicht der Fall, da hatten wir unter anderem vier Pfostentreffer. Wir müssen in Heidenheim unser Glück erzwingen."

Die Kicker des Zweitliga-Spitzenreiters arbeiten in dieser Woche so konzentriert, wie es Trainer Friedhelm Funkel bereits kurz nach der 1:2-Heimniederlage gegen Bochum angekündigt hatte: "Wir machen so weiter wie bisher. Wir lassen uns von unserem Weg nicht abbringen." Gestern bereiteten sich die Rot-Weißen mit einer Doppelschicht auf das Spiel am Sonntag beim 1. FC Heidenheim vor. Am Morgen stand für 70 Minuten Konditionstraining auf dem Programm und am Nachmittag die Arbeit mit dem Ball.

Auch die aktuellen personellen Probleme seien absolut kein Anlass, an der Durchschlagskraft und Stärke des Teams zu zweifeln, betonen Spieler wie Trainer. "Wir sind in der Breite gut aufgestellt. Egal, wie wir in Heidenheim auflaufen, wir können auf jeden Fall um den Sieg mitspielen", betont Sobottka.

Neben Lukas Schmitz (Zehenbruch), Kaan Ayhan (Gelb-Rot-Sperre), Gökhan Gül (Trainingsrückstand) und André Hoffmann (Hodeneinriss) drohen weitere Ausfälle. Zumindest hinter Kapitän Oliver Fink steht ein Fragezeichen, der gestern erneut wegen Problemen mit den Adduktoren fehlte. Bereits am Montag hatte er das Training abgebrochen. Auch Adam Bodzek (Rückenprobleme) und Jean Zimmer (Pferdekuss) konnten gestern Morgen nicht mit der Mannschaft trainieren. Ihr Einsatz im fünftletzten Spiel der Saison ist aber offensichtlich nicht ernsthaft gefährdet.

Ein Pfund, mit dem die Elf wuchern kann, ist ihre mannschaftliche Geschlossenheit und Kollegialität. Und so sind die Akteure ihrem Mannschaftskameraden Kaan Ayhan auch nicht böse, der sie durch seine Sperre wegen eines unnötigen Platzverweises schwächt. "Wir sind absolut nicht sauer auf Kaan", sagte Sobottka. "Sein Platzverweis ist kein Problem. Er hat dem Team schon oft genug geholfen."

(RP)