Fortuna Düsseldorf: Lutz Pfannenstiel kritisiert Arena-Deal mit KFC Uerdingen

Fortunas Sportvorstand Lutz Pfannenstiel übt Kritik : „Arena-Deal ist mehr als fragwürdig“

Nach der Spielabsage beim MSV Duisburg meldet sich Fortunas Sportvorstand zum Arena-Deal mit dem KFC Uerdingen zu Wort. Lutz Pfannenstiel hat Angst, dass der Rasen auch in Düsseldorf zum Problem werden könnte.

Die Stimmung rund um den Deal zwischen dem Düsseldorfer Arena-Betreiber D.Live und dem KFC Uerdingen ist weiter aufgeheizt. Nun äußert auch Fortunas Sportvorstand große Bedenken mit Sicht auf die kommende Saison. „Die Spielabsage beim MSV zeigt, dass dieser Vertrag aus sportlicher Sicht mehr als fragwürdig ist. Wir hatten schon gegen Frankfurt ein schwieriges Geläuf. Wie soll der Rasen erst aussehen, wenn im kommenden Herbst und Winter zwei Mannschaften darauf spielen?", fragt Lutz Pfannenstiel im Gespräch mit unserer Redaktion in Richtung D.Live.

Das für vergangenen Sonntag angesetzte Zweitligaspiel zwischen dem MSV Duisburg und dem 1. FC Köln wurde abgesagt, nachdem der Rasen durch das Drittligaspiel des KFC Uerdingen gegen Fortuna Köln am Freitag unbespielbar geworden war. Das Uerdinger Stadion an der Grotenburg soll noch mindestens bis 2020 saniert werden. In der laufenden Spielzeit nutzt der KFC die MSV-Arena als Heimspielstätte. Für die kommende Saison haben sich die Uerdinger mit D.Live, einer Tochterfirma der Stadt Düsseldorf, darauf geeinigt, ihre Heimspiele in der Landeshauptstadt austragen zu können. Das missfällt den handelnden Personen bei Fortuna.

Einer der Hauptgründe gegen den Deal ist laut Fortunas Machern die Befürchtung, dass der Rasen überhaupt keine Zeit mehr zur Regeneration habe. „Zur Wirtschaftlichkeit des Deals kann ich nichts sagen, aber aus sportlicher Sicht ist er äußerst kritisch zu betrachten“, sagt Pfannenstiel. Bereits in den vergangenen Jahren gab es aufgrund baulicher Probleme immer wieder Ärger rund um die Rasenqualität in der Düsseldorfer Arena.

Auch Fortunas Vorstandsboss hatte direkt nach der Absage des MSV-Spiels Alarm geschlagen: „An dem Beispiel sieht man einmal, welche Probleme praktisch entstehen, wenn man mit zwei Vereinen in einem Stadion spielt“, sagte Robert Schäfer. „D.Live hat uns aber klar gesagt, dass bei uns so etwas nicht passieren kann. Alle Kosten, die notwendig sind, um das zu verhindern, würden von den Arena-Betreibern getragen.“ Es ist allerdings fraglich, ob den Betreibern im Ernstfall wirklich das Wunder gelingen würde, von Freitag bis Sonntag einen neuen Rasen in der Arena im Stadtteil Stockum zu verlegen.