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Fortuna Düsseldorf: Lex-Tyger Lobinger bricht sich gegen Werder Bremen erneut das Nasenbein

Wieder die Nase : Großes Lob von Klein für Fortunas Pechvogel Lobinger

Kurz vor dem Ende des ersten Saisonheimspiels gegen Werder Bremen wurde Lex-Tyger Lobinger eingewechselt. Wenig später musste er dann schon wieder an der erst kürzlich gebrochenen Nase behandelt werden. Jetzt ist die Diagnose da – und das Lob des Sportvorstands dazu.

Die zurückliegenden Monate waren sehr ereignisreich für Lex-Tyger Lobinger. Der Stürmer aus Fortunas Zweitvertretung war gar nicht zufrieden gewesen mit seinem Start in der Regionalliga-Mannschaft, hatte 2019/20, in seiner ersten Saison bei Fortunas U23 nach dem Wechsel von der SG Wattenscheid 09, nur 19 Einsätze mit insgesamt 530 Spielminuten verzeichnet und dabei keinen Treffer erzielt. Viel zu wenig für seine persönlichen Vorstellungen und auch die der Klubverantwortlichen.

Dann kam der große Durchbruch doch noch – doch der ist mit einigen Schmerzen verbunden. In der 86. Minute des Auftakt-Heimspiels zur Zweitliga-Saison schickte ihn Trainer Christian Preußer aufs Feld, um als zusätzlicher Angreifer vielleicht doch noch den bis dahin bestehenden 1:2-Rückstand auszugleichen. Kurz darauf rasselte Lobinger heftig mit dem Bremer Innenverteidiger Lars-Lukas Mai zusammen und musste von Mannschaftsarzt Ulf Blecker noch auf dem Platz behandelt werden.

Lobinger kam zurück und spielte bis zum Ende durch, doch es gab einige Befürchtungen für seine Nase. Mit Recht, wie am Montag die MRT-Bilder von der Untersuchung belegten: Das Nasenbein des 22-Jährigen ist gebrochen, und er muss nun am Donnerstag operiert werden. Der Stürmer wird bis auf Weiteres mit dem Training aussetzen müssen.

„Das tut mir natürlich unheimlich leid für den Jungen“, sagt Fortunas Sportvorstand Uwe Klein. „Gleich zweimal die Nase zerschmettert innerhalb so kurzer Zeit, das ist hart.“ Eines wolle Klein aber unbedingt lobend herausstellen: „Lex-Tyger lief nach dem Zusammenprall das Blut bis auf die Schultern, und was sagt der Kerl? Haut mir zwei Tampons in die Nase, und weiter geht’s. Diese Einstellung ist einfach bravourös.“

Das besonders Bittere an der Geschichte ist, dass Lobinger sich gerade erst von der gleichen Verletzung erholt hatte. Ende Mai hatte der 1,92-Meter-Mann sich bei einem Trainings-Zweikampf mit dem heutigen Dresdner Brandon Borrello einen Nasenbeinbruch zugezogen, musste operiert werden und fiel eine Weile aus. Er kehrte seinerzeit zunächst mit Spezialmaske zurück, und das wird ihm nun auch wieder bevorstehen.

Wer Lex-Tyger Lobinger kennt, der weiß jedoch, dass er sich von seinem neuerlichen Pech nicht zurückwerfen lassen wird. Für ihn wiegt weit schwerer, dass er sich nach dem holprigen Start in Düsseldorf durchgebissen hat: In seiner zweiten Saison in der U23 machte er schon 29 Spiele, 1919 Einsatzminuten und elf Treffer, machte so den damaligen Cheftrainer Uwe Rösler auf sich aufmerksam.

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Am 8. Mai gab er beim 2:2 gegen Eintracht Braunschweig sein Debüt in der Zweiten Liga, kürzlich unterschrieb er seinen ersten Profivertrag. Dieser läuft bis Juni 2023 – viel Zeit, nach auskuriertem zweiten Nasenbeinbruch weitere Einsätze zu bekommen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Lex-Tyger Lobinger