Fortuna Düsseldorf leidet unter Torwartfluch - auch Drobny verletzt

Alle Keeper verletzt oder angeschlagen : Fortuna leidet unter einem Torwartfluch

Beim 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg bricht sich Jaroslav Drobny die Mittelhand. Der Tscheche fehlt mindestens sechs Wochen, womöglich ist für ihn sogar die Saison beendet. Zuvor fielen schon Michael Rensing, Raphael Wolf und Tim Wiesner aus.

Der Jubel über den 2:1-Sieg gegen Mitaufsteiger 1. FC Nürnberg ist noch kaum verhallt, da muss sich Trainer Friedhelm Funkel schon wieder über eine Personalie den Kopf zerbrechen. Bei einer Kernspintomographie am Sonntagmorgen stellte sich heraus, dass Torhüter Jaroslav Drobny einen Mittelhandbruch erlitten hat. „Die Sache ist schon kurz nach der Pause passiert, als Jaro aus seinem Strafraum herauslief und mit einem Gegenspieler kollidierte“, schildert Mannschaftsarzt Ulf Blecker, der den 39-Jährigen untersucht hatte.

Der Ausfall des Tschechen, der erst im Winter zum Kader gestoßen war, trifft die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel umso härter, als zuvor bereits die beiden eigentlichen Keeper Michael Rensing und Raphael Wolf ausgefallen waren. Drobny muss mit großer Wahrscheinlichkeit operiert werden, was im besten Falle eine Pause von sechs Wochen, wahrscheinlich aber mehr als zwei Monaten bedeutet. Somit droht dem Routinier das Saison-Aus.

Im Falle Wolfs ist ebenfalls nicht mit einer baldigen Rückkehr zu rechnen, da der gebürtige Münchner in Folge einer langwierigen Nackenverletzung immer wieder unter Attacken von Schwindelgefühlen leidet und derzeit nicht trainieren kann. Realistischerweise ist auch mit dem Aufstiegskeeper der Vorsaison in dieser Spielzeit nicht mehr zu rechnen. Gleiches gilt für Tim Wiesner, Fortunas großes, aber fast schon in Vergessenheit geratenes Torwarttalent. Seit Jahren schon wird der 22-Jährige immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen, vor allem durch eine äußerst langwierige Schambeinentzündung.

Nun ruhen alle Hoffnungen auf einer baldigen Genesung Rensings. Der 34-Jährige war beim 0:2 in Leverkusen wegen einer Erkältung ausgefallen und hatte sich vor dem Nürnberg-Spiel wegen Übelkeit abgemeldet. Falls sich dieses Magen-Darm-Problem nicht als allzu schwerwiegend erweist, sollte „Rense“ am Samstag beim FC Schalke wieder mitmischen und den fünf Jahre älteren Drobny ablösen können. Falls das nicht gelingt, wäre es Zeit für die Feuertaufe des 21-jährigen Jannick Theißen – dessen Erfahrungen beschränken sich allerdings auf Regionalliga und A-Junioren-Bundesliga.

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