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Fortuna Düsseldorf: Legende Klaus Allofs bangt um SV Werder Bremen

Trainerentlassung kein Tabu : Fortuna-Legende Klaus Allofs bangt um Werder Bremen

In Bremen war der Klaus Allofs lange Zeit Geschäftsführer. Für die Legende von Fortuna Düsseldorf ist auch eine Trennung von Trainer Florian Kohfeldt kein Tabu.

Klaus Allofs ist am Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga derzeit in doppelter Weise interessiert. Bei Fortuna hat er seine wichtigen ersten Profijahre verbracht, und in Düsseldorf ist er noch immer eine Legende. Dort spielt Allofs von 1972 bis 1981 ehe er zum 1. FC Köln wechselte. Für die Fortuna erzielte er ins 169 Spielen 71 Tore. Bei den Rheinländern verbrachte er auch seine bis heute einzige Trainerstation, wurde aber nach nicht einmal einem Jahr, nach einer Negativserie in der 2. Bundesliga, bereits wieder entlassen. Anschließend versuchte er sich mit mehr Erfolg als Geschäftsführer des SV Werder Bremen, mit dem er 2004 das Double aus Meisterschaft und Pokal gewann.

Nun äußerte sich der 63-Jährige zu der Situation der Werderaner. „Jeder muss verstehen, dass auch eine abgewehrte Ecke, ein geblockter Freistoß oder ein gewonnener Zweikampf einen Push bringen kann“, schrieb Allofs in seiner Kolumne auf „deichstube.de“.

Vor allem bei Standards müsse sich Werder mehr wehren, wie 17 Gegentore nach Ecken oder Freistößen belegten. „Das muss jetzt aber schnell passieren. Fünf Punkte Rückstand auf Platz 15 sind sicher noch aufzuholen, die Mannschaft kann das. Aber dafür muss jetzt ein Ruck durch das gesamte Team gehen, sonst ist es bald zu spät.“

In der vergangenen Woche hatte Allofs mit Äußerungen im „Kicker“ für Aufsehen gesorgt, in denen er eine Trennung von Trainer Florian Kohfeldt thematisiert hatte. „Die aktuelle Situation hätte man sich im Sommer in den schlimmsten Albträumen nicht vorgestellt. In einer solchen Phase kommt zwangsläufig alles auf den Prüfstand, auch der Trainer“, hatte Allofs geschrieben.

Er bleibe dabei, dass es falsch wäre, „eine Trennung von Florian Kohfeldt als Möglichkeit grundsätzlich auszublenden“, schrieb Allofs jetzt. „Als Plädoyer für einen Trainerwechsel sollte das allerdings nicht verstanden werden.“

(jol/pabie/dpa)