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Fortuna Düsseldorf: Laufsteg Bundesliga – die verrückten Outfits der Fußball-Stars um Shinta Appelkamp

Dieses Label liebt Shinta Appelkamp : Laufsteg Bundesliga – die verrückten Outfits der Fußball-Stars

Fußballer inszenieren sich auch über ihre Outfits. Der Neusser Promifrisör und Designer Adwin Akhtar hat mit seinem Label „GNSA“ eine neue Kollektion rausgebracht. Zum Unterstützer des 39-Jährigen gehören einige Profis von Fortuna und Borussia Mönchengladbach.

Fußballer sind einerseits Sportler. Andererseits arbeiten sie auch in der Unterhaltungsindustrie. Ihr Körper ist ihr Kapital – zuvorderst als Hochleistungsathleten, aber eben auch als Entertainer, die Wert darauf legen, einen eigenen „Style“ auszuleben. Sie tragen Tattoos und Frisuren, letztere könnten wohl selbst einem Taifun standhalten. Ein wirkungsvoller Auftritt als Gesamtpaket – so wichtig.

Adwin Akhtar spielt seit Jahren ganz oben mit. Er ist 39 Jahre alt und gehört zu den angesagtesten Promi-Frisören des Landes. Die Fußballprofis der Region geben sich bei ihm im „Naddy’s hair“ in Neuss die Klinke in die Hand. Mit seinen Stammkunden könnte man locker eine Top-Mannschaft mit gehobenen Ansprüchen auf den Rasen schicken. Matthias Ginter von Borussia Mönchengladbach lässt sich bei ihm frisieren, Zack Steffen von Manchester City (früher Fortuna Düsseldorf) oder auch Shinta Appelkamp von der Fortuna.

Es geht aber nicht nur um den perfekten Schnitt, sondern auch um ein Lebensgefühl. Und das hört mit den Haaren längst nicht auf. Und so kümmert sich Akthar um mehr als den Schopf seiner Kunden. Nun hat er eine eigene Kollektion auf den Markt gebracht. Unter dem Label „GNSA Clothing“ stattet er die berühmtesten Kicker des Landes (und jene, die davon träumen, es noch zu werden) mit Klamotten für den stilsicheren Auftritt abseits des Rasens aus.

Akthar, im englischen Birmingham geboren, Sohn indischer Eltern, der Vater kam in den 1970ern nach Neuss, ist ein gewiefter Unternehmer mit einem guten Gespür für neue Trends. Und er kann sich der Unterstützung seiner Kundschaft gewiss sein, die promoten seine Botschaften quasi zum Nulltarif in die Welt.

Sie posten bei Instagram Fotos, auf denen sie seine Klamotten tragen, mit Geld kann man das nur schwer aufwiegen. Seine Kollektionen heißen „Sky is the limit“, „Drop it like a Star“ und „All in or Nothing“. Socken gibt es für 14,99 Euro, Shirts, Hoodies und Jacken gibt es von 44 bis 150 Euro. „Mir ist Nachhaltigkeit sehr wichtig“, sagt der Schöpfer. „Wir verkaufen auch eine Lebenseinstellung.“

Wie intensiv der politische Teil der Botschaft bei seinen Klienten ankommt, ist nicht überliefert. Fakt ist, dass es eine immer größere Rolle in dem Fußballgeschäft spielt, wie man sich verkauft. Cristiano Ronaldo ist eine globale Marke, mit mehr als 340 Millionen Followern alleine auf Instagram. Lässt er sich die Haare blondieren, werden überall auf der Welt die Frisörläden gestürmt, mit dem selbigen Wunsch. Alleine durch die Trikotverkäufe von „CR7“ hat Manchester United bislang 218 Millionen Euro eingenommen.

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Einer, der derzeit als neuer Superstar aufgebaut wird, ist der Norweger Erling Haaland. „Du musst als Fußballer schon Außergewöhnliches leisten, dazu reichen natürlich nicht ein paar ausgeflippte Klamotten“, sagt Designer Akthar. „Ronaldo oder Haaland sind außergewöhnliche Fußballer, die eben auch einen Hang dazu haben, sich anders zu kleiden.“

Die „Bild“ hatte Haaland unlängst zum „Mode-Heiland“ erkoren. Der 20-jährige Angreifer von Borussia Dortmund hatte sich in der Sommerpause in schrillen, flamingo-bunten Klamotten meist vom Designer-Duo Dolce & Gabbana gezeigt. Jetzt nicht unbedingt der stilsichere Aufschlag für den Wochenmarkt in Westfalen. Haaland würde aber selbst dort vermutlich die Fußgängerzone zu seinem Laufsteg machen. „Ich feier ihn so sehr“, sagt Akthar. „Er hat einfach einen geilen Style. Es geht eben darum, dass jeder für sich das trägt, in dem er sich wohlfühlt. Er hat so ein Selbstbewusstsein, er lebt das.“

David Beckham ist der Vater aller Fußballer-Styler. Er ist bis heute Vorbild von Millionen Männern, die seinem Kleidungsgeschmack nacheifern. Doch auch Julian Nagelsmann (Trainer des FC Bayern München) inszeniert sich an der Seitenlinie. Leroy Sané kam einmal zur Nationalmannschaft in einer Graffiti-Lammfelljacke von Balenciaga – Kostenpunkt rund 5000 Euro. „Natürlich ist manches auch ein wenig überdreht, natürlich ist nicht alles geeignet, um damit seinen Wocheneinkauf im Supermarkt zu machen“, sagt GNSA-Gründer Akthar. „Aber diese Jungs werden von Millionen auf der Welt angehimmelt, jeder Schritt wird beobachtet. Es ist ihre Form, sich auszudrücken.“

Und so sind die begehrten Spieler nicht nur Stammgäste in den Sportteilen, sondern in Mode-Magazinen wie „GQ“, „Men’s Health“ und „Highsnobiety“. Dabei muss es nicht immer nur „verrückt sein. Englands Nationaltrainer Gareth Southgate (50) trägt eine elegante Weste als Markenzeichen – das dahinter stehende Unternehmen M&S konnte den Umsatz in dieser Sparte um 35 Prozent steigern.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Dieses Modelabel lieben die Fußballstars