Nach langer, schwerer Krankheit Fortuna-Kultbetreuer Aleks Spengler ist tot

Düsseldorf · Traurige Nachricht für Fortuna: Nach langer, schwerer Krankheit ist der ehemalige Betreuer Aleks Spengler verstorben. Fast 30 Jahre lang hatte er sich um alle Belange der Profi-Mannschaft gekümmert und den Status einer Klublegende erlangt.

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Das Leben von Fortunas Kultbetreuer Aleks Spengler in Bildern

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Foto: rpo, Falk Janning

Die Fortuna-Welt erschüttert am Freitagmittag eine traurige Nachricht: Wie der Zweitligist inzwischen bestätigte, ist Kultbetreuer Aleks Spengler am Donnerstag nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 72 Jahren verstorben. Von 1990 bis 2017 hatte sich Spengler hinter den Kulissen des Vereins um alle Belange der Profi-Mannschaft gekümmert und in dieser Zeit den Status einer Klublegende erlangt.

Anfang vergangenen Jahres war Lungenkrebs beim gebürtigen Serben diagnostiziert worden. Es begann für Spengler ein Kampf, den er sofort annahm. „Manchmal habe ich meine Tiefpunkte und frage mich, wofür ich eigentlich kämpfen soll“, gab er damals im Gespräch mit unserer Redaktion zu. „Aber dann sehe ich meine Familie und weiß es sofort wieder. Ich kämpfe nicht für mich, ich kämpfe für meine Familie.“

Fortuna, sein langjähriger Arbeitgeber und Herzensverein, hatte ihn dabei voll unterstützt. Regelmäßig meldeten sich Weggefährten bei ihm, unter anderem Axel Bellinghausen und der Vorstandsvorsitzende Alexander Jobst. „Er stärkt mir immer wieder den Rücken, ein guter Mensch, mein Vornamensvetter“, lobte Spengler den Klubboss seinerzeit.

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Foto: RP/rpo, Falk Janning

Am Freitag teilte der Klub mit: „Die Fortuna nimmt in großer Trauer Abschied von Aleks Spengler und wird ihm allzeit ein ehrendes Andenken bewahren. Die Gedanken aller Fortunen sind bei dem Verstorbenen, das Mitgefühl gilt seiner Familie, den Angehörigen und allen, die Aleks Spengler kannten und schätzten. Ruhe in Frieden.“ Auf Wunsch der Familie werde der Zweitligist beim kommenden Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth am übernächsten Wochenende gebührend Abschied von Spengler nehmen.

Bereits im Sommer 2013 hatten die Ärzte um das Leben von Spengler gekämpft. Sechs Wochen hatte er da wegen Hirnblutungen in der Uniklinik in äußerst lebensbedrohlicher Lage im künstlichen Koma gelegen und fünf Operationen über sich ergehen lassen müssen. Der Kultbetreuer, dem in den vergangenen Jahren auch seine Lungenkrankheit COPD immer schwerer zu schaffen gemacht hatte, kämpfte sich damals erfolgreich zurück.

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Diese Fortunen sind gestorben

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Foto: Horstmueller/HORSTMUELLER GmbH

Vor allem seine Familie und Fortuna hatten ihm die Kraft dazu gegeben. „Fortuna ist mein halbes Leben“, hatte Spengler einmal gesagt und hinsichtlich seiner Rolle als Betreuer ergänzt: „Wenn du so einen Job machst, dann kannst du das nicht ohne Gefühle machen. Wie oft habe ich die Fäuste in der Tasche geballt und viele Dinge hinuntergeschluckt. Aber das gehört alles dazu, wenn man Gefühle in einen Job hineinbringt.“ Nun ist er im Alter von 72 Jahren verstorben.

(td/jol)
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